Was ist der Bauwert?
Der Bauwert wird auch Gebäudewert genannt. Denn der Bauwert bezeichnet den tatsächlichen Wert eines Gebäudes ohne das dazugehörige Grundstück.
Grundlage der Berechnung des Bauwertes sind die durchschnittlichen Herstellungskosten nach den Baupreisverhältnissen aus dem Jahr 1958. Der ermittelte Betrag ist basierend auf den damals geltenden Preisen für die Gebäudeerstellung auf das heutige Preisniveau umzurechnen.
Bei der Immobilienfinanzierung ist der Bauwert eine relevante Größe. Für die Darlehensgeber einer Baufinanzierung ist er ein wichtiger Anhaltspunkt für den Marktwert der Immobilie.
Die hier dargestellten Zinsen für Hypothekendarlehen gelten bundesweit ab einer Darlehenssumme von 250.000,- €. Regional sind deutlich günstigere Zinsen für Baugeld möglich. Die Monatsrate versteht sich als unverbindliches Beispiel zum Vergleich der Zinssätze mit einer anfänglichen Tilgung von 1 %. Für die hier vorliegenden Angaben übernimmt die DTW GmbH keine Haftung. Stand: 11.04.2026.
Welche Faktoren werden zur Ermittlung des Bauwertes herangezogen?
Um den aktuellen Bauwert eines Gebäudes konkret feststellen zu können, werden in einem weiteren Schritt wertmindernde bzw. werterhöhende Parameter betrachtet und in die Berechnung einbezogen.
So fließen beispielsweise ein etwaiger Renovierungsstau oder Baumängel ebenso in die Kalkulation ein, wie Sanierungen und aufwendige Umbauten.
Die Sanierung sollte nicht nur der Substanzerhaltung, sondern auch der Anhebung des Gebäudewertes dienen.
Des Weiteren ist die Altersentwertung bzw. Altersabschreibung für jedes Jahr zwischen Baujahr und Bewertungsjahr ein wichtiger Bestandteil der Ermittlung des Bauwertes. Auch der ursprünglich einmal gezahlte Kaufpreis eines Gebäudes bzw. die Kosten für den Hausbau dienen der Festsetzung des Gebäudewertes.
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Eine verlässliche Marktwertermittlung kann nur von einer Expertin oder einem Experten vor Ort vorgenommen werden. Es handelt sich hier lediglich um einen Schätzwert auf Basis von realen Verkaufswerten.
Wie beeinflusst der Bauwert den Verkehrswert einer Immobilie?
Summiert man den Bauwert eines Gebäudes und den Bodenwert des Grundstücks, so erhält man den Verkehrswert einer Immobilie.
Der Verkehrswert einer Immobilie spielt in Verkaufsverhandlungen eine wichtige Rolle und dient beiden Verhandlungspartnern als Basis für ihre Gespräche.
Der Verkehrswert ist er bei der Immobilienfinanzierung ein wichtiger Nennwert für Kreditinstitute.
Denn er trägt dazu bei, das Risiko für ein zu bewilligendes Baudarlehen abzuschätzen. Anhand des Gebäudewertes beurteilen die Darlehensgeber bei einer Baufinanzierung, zu welchem Betrag sich das Gebäude im Falle eines Zahlungsausfalls wieder veräußern ließe.
Der Wert eines Gebäudes ist auch für Versicherungen relevant, weil sie auf Basis der erhobenen Daten die benötigte Deckungssumme für eine Wohngebäudeversicherung berechnen.
Jetzt persönliche Baufinanzierung berechnen!Welche Rolle spielt der Mindestwert beim Bauwert?
Für den Bauwert eines Gebäudes setzt man prinzipiell einen Mindest-Restwert von 30 Prozent gegenüber des Neuwertes an.
Ausnahme: Wenn der Käufer die Immobilie bereits mit der Absicht gekauft hat, das Gebäude abzureißen.
Bei der Bewertung eines Gebäudes unterscheidet man zwischen Abschlags- und Indexverfahren. Das Abschlagsverfahren findet vorzugsweise bei Neubauten Anwendung, das Indexverfahren hingegen zumeist bei der Bewertung von Altbauten.