Was ist ein Bausparvertrag?
Einen Bausparvertrag kann man mit einer Bausparkasse abschließen, um später für die Immobilienfinanzierung ein zinsgünstiges Bauspardarlehen einsetzen zu können. Nach der Unterzeichnung eines Bausparvertrags beginnt zunächst eine Ansparphase. Zu späteren Zeitpunkten folgen dann die Zuteilungs- und Darlehensphase.
Die Bausparkassen bieten Bausparverträgen mit unterschiedlichen Tarifen an, wie etwa Standardtarife, Schnellspartarife, Langzeittarife oder variable Tarife. Möglich ist so sowohl ein langfristiger Bausparvertrag mit Anspar- und Darlehensphasen von über zehn Jahren für die Immobilienfinanzierung als auch Verträge mit einer eventuell eher niedrigen Bausparsumme zum Beispiel für Modernisierungsvorhaben.
Beachten sollte man als künftiger Bausparer, dass man ein Bauspardarlehen ausschließlich für wohnwirtschaftliche Maßnahmen nutzen darf. Mit ihm kann man also nur einen Neubau, den Kauf einer Immobilie oder Umbauten, Sanierungen und Modernisierungen finanzieren. Für anderweitige Projekte darf der Bausparer es nicht heranziehen.
Die hier dargestellten Zinsen für Hypothekendarlehen gelten bundesweit ab einer Darlehenssumme von 250.000,- €. Regional sind deutlich günstigere Zinsen für Baugeld möglich. Die Monatsrate versteht sich als unverbindliches Beispiel zum Vergleich der Zinssätze mit einer anfänglichen Tilgung von 1 %. Für die hier vorliegenden Angaben übernimmt die DTW GmbH keine Haftung. Stand: 15.09.2026.
Garantiert ein Bausparvertrag günstige Bauzinsen für Baudarlehen?
Durch den Bausparvertrag erwirbt der Bausparer einen Rechtsanspruch auf ein Bauspardarlehen zu einem günstigen Zinssatz. Denn im Vertrag sind die Zinsen des Baudarlehens für die gesamte Laufzeit fixiert. Dieser garantierte Zinssatz ist unabhängig davon, wie sich im Laufe der Zeit die Bauzinsen am Markt entwickeln. Auf diese Weise bietet ein Bausparvertrag den Vorteil einer hohen Planungssicherheit.
Welche Rahmenbedingungen beim Bausparvertrag gibt es noch?
Ebenfalls im Bausparvertrag festgehalten sind zum einen eine Mindestansparsumme und zum anderen die monatlichen Ansparbeträge, die der Bausparer mit der Bausparkasse vereinbart. Diese werden auf ein Bausparkonto eingezahlt.
Hat man in der Ansparphase das vertragliche Mindestsparguthaben und zudem eine geforderte Bewertungszahl, mit welcher die Bank die Sparverdienste bemisst, erreicht, ist der Bausparvertrag zuteilungsreif. Das bedeutet, dass der Bausparer ab jetzt – in der Zuteilungsphase – das Bauspardarlehen für seine Immobilienfinanzierung in Anspruch nehmen kann.
Mehr Informationen zum BausparenWie verläuft die Darlehensphase beim Bausparvertrag?
Bei Erlangen der Zuteilungsreife wird dem Bausparer vertragsgemäß ein Bauspardarlehen mit dem garantierten Zinssatz für den fehlenden Differenzbetrag zur Gesamtsumme, die im Bausparvertrag vereinbart wurde, gewährt. Dadurch bekommt er nach der Zuteilung die volle Bausparsumme für sein wohnwirtschaftliches Vorhaben ausgezahlt.
Jetzt beginnt die Darlehensphase, in der er das Bauspardarlehen tilgen muss. Wie bei jedem anderen Annuitätendarlehen zur Baufinanzierung erfolgt die Tilgung des Bauspardarlehens über die gesamte Laufzeit durch gleichbleibend hohe Rückzahlungsraten.