Was ist der Sollzinssatz?
Der Sollzinssatz (früher: Nominalzinssatz) bei einer Immobilienfinanzierung ist der Nettozinssatz, den ein Darlehensnehmer an den Darlehensgeber für das Verleihen des Baudarlehens zahlen muss.
Der Sollzinssatz wird in Prozent angegeben. Meist verwendet man die Abkürzung "p.a." für „per annum“ (= pro Jahr).
Die Sollzinsen beinhalten keine weiteren Kosten für das Baudarlehen, sondern spiegeln die reinen Zinsaufwendungen für den Immobilienkredit wieder.
Wie hoch ist der aktuelle Sollzinssatz für Baudarlehen?
Die Höhe der aktuellen Sollzinsen für Baudarlehen finden Sie in unserer Vergleichstabelle für Bauzinsen.
Die hier dargestellten Zinsen für Hypothekendarlehen gelten bundesweit ab einer Darlehenssumme von 250.000,- €. Regional sind deutlich günstigere Zinsen für Baugeld möglich. Die Monatsrate versteht sich als unverbindliches Beispiel zum Vergleich der Zinssätze mit einer anfänglichen Tilgung von 1 %. Für die hier vorliegenden Angaben übernimmt die DTW GmbH keine Haftung. Stand: 14.04.2026.
Die Zinsentwicklung für Baufinanzierungen:
Was bedeutet fester Sollzinssatz?
Bei den Zinsätzen für eine Baufinanzierung unterscheidet man zwischen einem gebundenen bzw. festen Sollzinssatz und einem ungebundenen bzw. variablen Sollzinssatz.
Der feste Sollzinssatz bleibt über eine vereinbarte Vertragsdauer, der sogenannten „Sollzinsbindung“, konstant. Der feste Zinssatz bietet dem Darlehensnehmer eine hohe langfristige Planungssicherheit. In der Regel werden Baudarlehen mit einem gebundenen Sollzinssatz vereinbart.
Ein variabler Sollzinssatz findet man oftmals nach Ablauf der Sollzinsbindung. Nämlich dann, wenn noch eine Restschuld besteht und keine Anschlussfinanzierung mit einem festen Sollzins vereinbart wurde.
Wie funktioniert ein variabler Sollzinssatz?
Bei Krediten wie beispielsweise Cap-Darlehen mit einem ungebundenen bzw. variablen Sollzins orientiert sich der Sollzinssatz an der aktuellen Höhe der Zinsen auf dem Finanzmarkt.
Etwa alle drei bis sechs Monate passt die Bank den Sollzinssatz an den jeweils aktuellen Stand der Zinsen für Baugeld an. Wenn die Marktzinsen für Baufinanzierungen sinken, profitiert der Kreditnehmer eines variablen Baudarlehens. Steigen sie, erhöht sich seine Zinslast.
In einer Niedrigzinsphase bietet eine Immobilienfinanzierung mit einem veränderlichen Zinssatz für die meisten Darlehensnehmer kaum Vorteile. Denn die Alternative ist im Regelfall günstiger:
Wer sich bei seinem Immobilienkredit den momentan bereits niedrigen Sollzinssatz mit einer langen Sollzinsbindung über viele Jahre bis Jahrzehnte sichert, kann sehr viel Geld sparen, falls die Bauzinsen am Markt wieder steigen.
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Was beeinflusst den Sollzinssatz bei einer Immobilienfinanzierung?
Die Höhe des angebotenen Sollzinssatzes berechnen Darlehensgeber nach verschiedenen Parameter. Auf der einen Seite muss die Bank ihre Refinanzierungskosten für die Immobilienfinanzierung einpreisen. Auf der anderen Seite spielen die persönlichen Wünsche und Voraussetzungen des Darlehensnehmers eine Rolle.
In die Ermittlung Ihres individuellen Sollzinssatzes für eine auf Sie bestmöglich zugeschnittene Baufinanzierung fließen Faktoren wie
- die aktuelle Höhe der Marktzinsen,
- Ihr Kreditbedarf,
- die Darlehensdauer,
- Ihr eingebrachtes Eigenkapital und Sicherheiten,
- Ihre Bonität
- und vieles mehr
ein.
Es gibt Faktoren die sich für Sie preisreduzierend auswirken und andere verteuern Ihre individuelle Immobilienfinanzierung.
Wie bekomme ich einen guten Sollzinssatz für mein Baudarlehen?
Die Planung einer optimalen und zugleich günstigen Baufinanzierung ist komplex. Zwischen manchen Darlehensbedingungen, die sich mal mehr, mal weniger für Sie kostensenkend oder kostensteigernd im Sollzinssatz niederschlagen, gilt es abzuwägen.
Um am Ende einen guten Sollzinssatz zu erhalten, sind insbesondere Baugeldvermittler für Sie eine hilfreiche Unterstützung.
Baufinanzierungsvermittler können Ihre detaillierten Wünsche und Bedürfnisse mit ihrer Vielzahl an Darlehensgebern und deren Konditionen abgleichen. Die vom Computer ermittelten Darlehensangebote kann Ihr persönlicher Berater anschließend noch weiter modifizieren.
Als Resultat erhalten Sie ein individuelles Angebot für Ihre Immobilienfinanzierung, das in den Konditionen so passgenau und im Sollzinssatz so günstig wie möglich ist.
Baufinanzierungsrechner
Wie kann ich den Sollzinssatz für eine Baufinanzierung berechnen?
Für eine erste Orientierung darüber, wie hoch Ihr individueller Sollzinssatz bei Ihrem Baudarlehen in etwa liegen wird, eignet sich hervorragend unser Zinsrechner.
Der DTW-Sollzinsrechner kalkuliert mit zahlreichen Darlehenskonditionen. Wenn Sie diese variieren, werden Sie sofort erkennen können, wie sich die Veränderung von einigen Variablen auf den Gesamtaufwand der Immobilienfinanzierung auswirken.
Selbstverständlich können Sie unsere Baufinanzierungsexperten auch jederzeit direkt kontaktieren. Sie beantworten ihnen gerne alle weiteren Fragen und unterbreiten Ihnen ein günstiges Angebot zur Immobilienfinanzierung, das ihre individuellen Voraussetzungen optimal berücksichtigt.
Wie berechnet der Darlehensgeber den angebotenen Sollzinssatz?
Darlehensgeber einer Immobilienfinanzierung kalkulieren in den angebotenen Sollzins die Zinskosten für den Immobilienkredit, also Ihre Zinsaufwendungen, ein.
Berechnungsformel für den Sollzinssatz:
Sollzinssatz (in Prozent) = Zinskosten (in €) * 100 / Kreditbetrag (in €)
Rechenbeispiel:
Ein Darlehensnehmer benötigt ein Immobiliendarlehen in Höhe von 200.000 € für eine Laufzeit von 10 Jahren. Pro Jahr soll der Darlehensnehmer Sollzinsen in Höhe von 6.000 € bezahlen. Der Darlehensgeber stellt ihm also das Darlehen für einen Sollzinssatz von 3 % zur Verfügung.
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Was unterscheidet den Sollzinssatz vom Effektivzins?
Im Sollzinssatz sind, anders als beim Effektivzins, keine weiteren Nebenkosten der Immobilienfinanzierung einkalkuliert.
Allerdings eignet sich der effektive Jahreszins ebenso wie der reine Sollzinssatz nur bedingt als Vergleichskriterium für Darlehensangebote zur Immobilienfinanzierung.
Rechtlicher Hintergrund:
Die Darlehensgeber von Immobilienfinanzierungen sind gemäß der sogenannten „Preisangabenverordnung“ (PAngV) gesetzlich verpflichtet, bei ihren Darlehensangeboten auch immer den effektiven Jahreszins anzugeben.
Welche Nebenkosten bei einer Immobilienfinanzierung die Kreditanbieter in ihrer Berechnung des Effektivzinses berücksichtigen müssen oder dürfen, ist seit der Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie in bundesdeutsches Recht am 21. März 2016 gesetzlich hingegen nicht mehr eng definiert. Das hat zur Folge, dass je nach Anbieter einer Immobilienfinanzierung unterschiedliche Kosten in die Kalkulation des Effektivzinssatzes einfließen können.
Wie vergleiche ich die Sollzinssätze bei Darlehensangeboten?
Beim Vergleichen der angegebenen Sollzinssätze in Darlehensangeboten ist es erforderlich, dass möglichst alle Darlehensbedingungen identisch sind. Nur so erhalten Sie eine vernünftige und aussagekräftige Vergleichbarkeit Ihrer Gesamtkosten bei den verschiedenen Angeboten zur Baufinanzierung.
Hier die wichtigsten Tipps beim Vergleichen von Baudarlehensangeboten:
Identischer Zinssatz
Achten Sie beim Vergleichen zunächst auf den gebundenen Sollzinssatz statt auf den angegebenen Effektivzins. Denn der Sollzinssatz ist die Basis für die reinen Darlehenszinsen, die Sie bis zum Ablauf der Sollzinsbindung zahlen müssen.
Da sich beim Effektivzins die einkalkulierten Kreditkosten von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, sollten Sie hier dann im zweiten Schritt genau hinsehen: Welche Nebenkosten sind bereits berücksichtigt? Welche kommen darüber hinaus noch auf Sie zu?
Identische Sollzinsbindung
Die Sollzinsbindung beeinflusst den Sollzinssatz einer Immobilienfinanzierung entscheidend. Beim Vergleichen von Angeboten sollten Sie deshalb unbedingt auf die identische Sollzinsbindung achten.
Identische monatliche Rate und Darlehenssumme
Die Höhe des von Ihnen gewünschten Nettodarlehensbetrags sowie der Monatsrate haben ebenfalls deutliche Auswirkungen auf den Sollzinssatz. Daher gilt: Eine gute Vergleichbarkeit ist nur gegeben, wenn Sie Unterschiede bei der Darlehenssumme und des monatlichen Ratenbetrags in den Kreditangeboten zur Immobilienfinanzierung vermeiden.
Identischer Objektwert
Ihre Immobilie dient der Absicherung der Baufinanzierung. Daher beeinflusst auch der Objektwert die Höhe des Sollzinssatzes.
So zeitgleich wie möglich vergleichen
Der Stand der Bauzinsen am Kapitalmarkt unterliegt einer permanenten Veränderung. Bereits wenige Prozentsätze Unterschied beim Baugeld können sich zu Ihren Ungunsten oder Gunsten niederschlagen. Das wiederum kann Ihre Zinskosten über die gesamte Sollzinsbindung entweder um einige Tausend Euro erhöhen oder verringern. Ein Darlehensangebot von bspw. vor einer Woche kann möglicherweise nicht mehr aktuell sein.
Möglichst identische Darlehensbedingungen auch im Detail
Weitere Konditionen Ihrer Immobilienfinanzierung spielen ebenfalls bei der Berechnung des Sollzinssatzes eine Rolle. Der allgemeine Ratschlag „Lesen Sie auch immer das Kleingedruckte!“ lässt sich hier übertragen. Achten Sie auf möglichst gut vergleichbare Darlehensbedingungen bis ins Detail. Dazu zählen beispielsweise Optionen zur kostenfreien Sondertilgung oder zum Tilgungssatzwechsel, die von der Bank gewährten bereitstellungszinsfreien Fristen und vieles mehr!
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Beim Baugeldvermittler aussagekräftig vergleichen
Ein Baufinanzierungsvermittler kann bei der Angebotserstellung all Ihre Wünsche und Voraussetzungen für das Baudarlehen bis ins Detail berücksichtigen und tagesaktuell, also zeitgleich, die günstigsten und geeignetsten Angebote für Sie aus den zahlreichen Produkten seiner Finanzierungspartner heraussuchen.
Im Beratungsgespräch mit den Experten von DTW | Immobilienfinanzierung lassen sich anschließend die schon attraktiven Darlehensangebote noch weiter zu Ihren Gunsten modifizieren, damit im Endergebnis alles stimmt: Der günstigste Sollzinssatz bei den passendsten Darlehensbedingungen in Ihrer individuellen Immobilienfinanzierung!
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