Was ist ein Restdarlehen?
Unter einem Restdarlehen versteht man bei der Immobilienfinanzierung den noch nicht getilgten Betrag, der zu einem bestimmten Zeitpunkt, insbesondere nach Ablauf der Sollzinsbindung, offen ist.
Alternativ wird dieser Betrag auch Restschuld genannt. Im Regelfall sind Baudarlehen nach Beendigung der Zinsfestschreibung noch nicht in vollem Umfang zurückgezahlt.
Die Höhe des Restdarlehens während der Sollzinsbindung oder am Ende der Vertragslaufzeit kann im Tilgungsplan einer Immobilienfinanzierung entnommen werden. In diesem ist aufgeführt, wie hoch die Restschuld zu jedem Zeitpunkt der Kreditlaufzeit ist.
Die hier dargestellten Zinsen für Hypothekendarlehen gelten bundesweit ab einer Darlehenssumme von 250.000,- €. Regional sind deutlich günstigere Zinsen für Baugeld möglich. Die Monatsrate versteht sich als unverbindliches Beispiel zum Vergleich der Zinssätze mit einer anfänglichen Tilgung von 1 %. Für die hier vorliegenden Angaben übernimmt die DTW GmbH keine Haftung. Stand: 28.02.2026.
Kann das Restdarlehen eine Vergleichsmöglichkeit von Baufinanzierungen sein?
Wer für den Immobilienerwerb, ein Bauvorhaben oder den Grundstückskauf eine passende und günstige Immobilienfinanzierung sucht, sollte beim Vergleichen der Darlehensangebote nicht allein auf den Sollzinssatz achten.
Damit eine Vergleichbarkeit der Finanzierungsprodukte gewährleistet ist, muss auch die Höhe der Restschuld, die am Laufzeitende noch offen ist, Berücksichtigung finden.
Grundsätzlich sind die Kreditinstitute gesetzlich nicht dazu verpflichtet, das Restdarlehen in ihren Angeboten anzugeben.
Doch als Darlehensnehmer sollte man dann diese Angabe vor seiner Entscheidung unbedingt einfordern.
Baufinanzierungsrechner
Kann die Sondertilgung das Restdarlehen minimieren?
Um das Restdarlehen schnell zu tilgen, bietet sich die Option zur Sondertilgung an. Mit Sondertilgungen wird das Darlehen schneller zurückgezahlt. Dadurch verkürzt sich die Laufzeit der Baufinanzierung und man spart dementsprechend Darlehenszinsen ein.
Auch wenn ein Darlehensnehmer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keine Sonderzahlungen plant, so sollte er dennoch vertraglich festlegen, Sondertilgungen leisten zu können.
Da eine Baufinanzierung zumeist über einen sehr langen Zeitraum vereinbart wird, lässt sich oft nur schwer abschätzen, wie sich die das persönliche Vermögens- und Einkommensniveau zukünftig entwickelt.
Daher ist es in jedem Fall sinnvoll, die Möglichkeit zur Sondertilgung zu haben. Der Darlehensnehmer hat dann die Wahl diese in Anspruch zu nehmen oder nicht.
Sollte der Darlehensnehmer die Sondertilgung während der Darlehenslaufzeit nicht einsetzen können oder wollen, ist dies nicht mit finanziellen Nachteilen verbunden. Umgekehrt kann er davon aber sehr profitieren.
Was kostet die Option der Sondertilgung?
Einige wenige Darlehensgeber verlangen für die Option der Sondertilgung einen Zinsaufschlag. Bei den meisten Darlehensgebern ist sie jedoch kostenfrei. Grundsätzlich bieten jedoch nicht alle Kreditinstitute die Option zur Sondertilgung an.
In der Regel ist die Höhe der jährlichen Sondertilgung begrenzt, was im Darlehensvertrag festgehalten wird. Je nach Anbieter einer Baufinanzierung schwankt sie zwischen fünf und zehn Prozent des Darlehensbetrags.
Anschlussfinanzierung für das Restdarlehen
Nach Ablauf der Sollzinsbindung kann das Restdarlehen entweder durch eine Einmalzahlung oder durch eine Anschlussfinanzierung abgelöst werden.
Bei der weiterführenden Immobilienfinanzierung hat der Darlehensnehmer die freie Wahl, ob er den Anschlusskredit zur Finanzierung der Restschuld bei seinem bisherigen Darlehensgeber oder bei einem neuen abschließt. Das rechtzeitige Vergleichen lohnt sich, um sich die bestmöglichen Darlehensoptionen für die Anschlussfinanzierung, zum Beispiel in Form eines Forward-Darlehens, zu sichern.