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Darlehensvertrag

Der Darlehensvertrag einer Immobilien­finanzierung enthält u. a. die Darlehenshöhe oder Darlehenssumme, die vereinbarten Konditionen (z. B. Sollzinssatz, anfängliche Tilgung, Laufzeit), Angaben zum Darlehensnehmer sowie Darlehensgeber, die Art der Besicherung (z. B. Beleihungsobjekt) und die zugrundeliegenden allgemeinen Darlehensbedingungen.

Zu den Darlehensbedingungen zählen unter anderem die Vereinbarungen im Darlehensvertrag zur Sondertilgung, zum Tilgungssatzwechsel, zur bereitstellungszinsfreien Zeit, der Bereitstellungszins, die Auszahlungsvoraussetzungen und die Angaben zur Zins- und Tilgungsverrechnung.

Der Darlehensnehmer verpflichtet sich mit Abschluss des Darlehensvertrags, die gewährte Geldsumme, zuzüglich dem geschuldeten Sollzinssatz, an den Darlehensgeber zurückzuzahlen. Der Darlehensgeber der Baufinanzierung verpflichtet sich dem Darlehensnehmer die vereinbarte Geldsumme zur Verfügung zu stellen. Mit Abschluss des Darlehensvertrags wird dem Darlehensnehmer der Immobilien­finanzierung ein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeräumt. Zudem hat ein Darlehensnehmer ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht gemäß § 489 BGB bei Immobilien­finanzierungen mit längerer Sollzinsbindung.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Stand 14.09.2015) § 488 Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag

(1) Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.

(2) Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuzahlen ist, bei der Rückzahlung zu entrichten.

(3) Ist für die Rückzahlung des Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Sind Zinsen nicht geschuldet, so ist der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung zur Rückzahlung berechtigt.

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