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Das Sonder­kündi­gungs­recht bei der Immobilien­finan­zierung gemäß § 489 BGB

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Christoph Müller, Author bei DTW
Beitrag von Christoph Müller aktualisiert am 19.10.2021

Was man bei der Baufinanzierung über das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB und den sich daraus bietenden Chancen wissen sollte!

Wer eine Immobilien­finan­zierung mit einem festen Zinssatz und fester Sollzinsbindung über zehn Jahre oder länger vereinbart hat, kann den Darlehensvertrag mit dem Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB nach zehn Jahren kostenfrei entweder ganz oder teilweise kündigen. Eingehalten werden muss lediglich eine Kündigungsfrist von sechs Monaten.

Fristen beim Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB

Die Zehn-Jahres-Frist zur Kündigung beginnt einen Tag nach der Vollauszahlung des Baudarlehens. Im ersten Absatz von § 489 BGB heißt es dazu unter Punkt 2: „nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten“. Nicht selten wird bei der Immobilien­finan­zierung die Kreditsumme in Teilen ausgezahlt, zum Beispiel beim Neubau entsprechend der einzelnen Baufortschritte. Für das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB ist immer das Datum entscheidend, an dem der letzte Euro der Kreditsumme ausgezahlt wurde. Völlig unerheblich ist allerdings, wie lange die Sollzinsbindung des bestehenden Baudarlehens noch laufen würde.

Vollständige oder teilweise Kündigung einer Immobilien­finan­zierung möglich

Das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB ermöglicht – wie gesagt – sowohl die vollständige als auch eine teilweise Kündigung der Immobilien­finan­zierung. Letztere kann in Betracht kommen, wenn der Darlehensnehmer beispielsweise eine größere Summe als Sonderrückzahlung leisten könnte, dies aber eventuell laut Darlehensvertrag über eine vereinbarte und entsprechend begrenzte Sondertilgungsklausel nicht machbar ist. Eine Immobilien­finan­zierung vollständig zu kündigen, dafür gibt es meist folgende zwei Gründe. Entweder man kann sein Baudarlehen mit Eigenkapital, das man angespart oder vielleicht ererbt hat, vorzeitig komplett zurückzahlen oder man hat eine alternative Anschluss­finanzierung gefunden, die deutlich bessere Zinskonditionen bietet als die bestehende Baufinanzierung. Auf diese Weise bietet das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB die Option, durch eine Umschuldung aus einem teuren Baukredit herauszukommen.

Einen Musterbrief zur Kündigung Ihrer Immobilien­finan­zierung nach § 489 BGB finden Sie hier.

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Wirksamkeit der Kündigung einer Immobilien­finan­zierung nach § 489 BGB

In allen Fällen wird die Kündigung der Immobilien­finan­zierung nach § 489 BGB erst wirksam, wenn innerhalb von zwei Wochen der noch geschuldete Darlehensbetrag an den Darlehensgeber zurückgezahlt ist. Andernfalls gilt die Kündigung als nicht erfolgt.

Daher sollte ein Darlehensnehmer sicherstellen, dass er bei einer geplanten Umschuldung die Anschluss­finanzierung termingerecht abschließen kann. Der bürokratische Aufwand für einen Bankenwechsel bei der Immobilien­finan­zierung ist übrigens entgegen den Behauptungen vieler Kreditinstitute nicht sehr hoch. Und  die damit verbundenen Kosten zum Beispiel für die Änderung des Grundbucheintrags können sich rasch amortisieren. Denn das Einsparpotential durch eine Anschluss­finanzierung mit einem niedrigeren Zinssatz kann enorm sein. Bereits wenige Prozentpunkte bedeuten sehr häufig eine Ersparnis von mehreren Tausend Euro.

Sonderkündigung und vorzeitige Umschuldung durch ein Forward-Darlehen

Wer davon profitieren möchte und eventuell noch eine Immobilien­finan­zierung hat, deren Sollzinsbindung noch keine zehn Jahre läuft, für den kann in einer Niedrigzinsphase ein Forward-Darlehen zur Umschuldung attraktiv sein. Mit ihm kann man sich bis zu fünf Jahre vor der Auszahlung der Kreditsumme den aktuellen Zinssatz sichern. Das eröffnet die Möglichkeit, zum Beispiel nach bereits acht Jahren Sollzinsbindung ein günstiges Forward-Darlehen abzuschließen.  Zwei Jahre später würde man dann bei seiner bestehenden Immobilien­finan­zierung die kostenfreie Sonderkündigung gemäß § 489 vornehmen und mit dem Forward-Darlehen fristgerecht die bisherige, teurere Baufinanzierung ablösen.

Kündigung der Immobilien­finan­zierung bei anderen Voraussetzungen

Das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 gilt nur für Baufinanzierungen mit fester Sollzinsbindung. Bei einem Darlehensvertrag für eine Immobilien­finan­zierung mit veränderlichem Zinssatz kommt es nicht zum Tragen. Dieser kann allerdings jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten ordentlich gekündigt werden.

Wenn die Sollzinsbindung einer Immobilien­finan­zierung bereits vor der vollständigen Darlehenstilgung endet, liegt für den Baukredit keine feste Zinsbindung mehr vor. Auch in diesem Fall spielt das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 keine Rolle. Man kann hier jedoch eine Kündigung mit einer einmonatigen Kündigungsfrist aussprechen, sofern keine neue Sollzinsbindung vereinbart wurde.

Ein weiteres Beispiel, bei dem das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 nicht zur Anwendung kommt, ist der Verbraucherkredit, der nicht durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist. Wer einen solchen zum Beispiel als Moder­nisierungs­darlehen abgeschlossen hat, kann ihn sechs Monate nach dem vollständigen Empfang der Darlehenssumme unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.

Sonderfall beim Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB

Einen Sonderfall bei den Fristen für das kostenfreie Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 gibt es beim Forward-Darlehen, wenn es zur Anschluss­finanzierung beim selben Darlehensgeber abgeschlossen wurde. Ausschlaggebend für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Kündigung ist hier nicht der Tag der Kreditauszahlung, sondern das Datum der Vertragsunterzeichnung mit den geänderten Vereinbarungen. Dies wurde in einem Gerichtsurteil am 14. September 2015, Aktenzeichen I-1 O 68/15, bestätigt. Die ausführlichen Hintergründe und Details dieses speziellen Falls haben wir für Sie in unserem Blog-Artikel „Sonder­kündi­gungs­recht bei Forward-Darlehen“ zusammengefasst.

Tipp von DTW | Immobilien­finan­zierung: Bei den aktuell günstigen Bauzinsen ist der Blick in die Vertragsunterlagen einer bestehenden Baufinanzierungen lohnenswert. Denn eventuell bestehen Möglichkeiten, mit dem kostenfreien Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 den aktuellen Darlehensvertrag durch eine bedeutend günstigere Immobilien­finan­zierung abzulösen. Falls Sie Fragen zu dieser Option haben, beraten Sie unsere Finanzierungexperten selbstverständlich jederzeit gerne ausführlich und unverbindlich.

Einen Musterbrief zur Kündigung Ihrer Immobilien­finan­zierung nach & 489 BGB finden Sie hier.

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123 Kommentare

Monika schrieb am 07.08.2020

Wir möchten unsere Hypothek bei der IngDiBa vorab komplett zurück zahlen, der Vertrag wurde mit einer 5jährigen Zinsbindung abgeschlossen die im August 2022 abgelaufen ist. Gibt es eine Möglichkeit aus diesem Vertrag schon heute raus zu kommen?

Susanne von Weiss schrieb am 05.03.2020

Hallo,
Hat schon jemand die Aufhebung des Vertrages erreicht, indem er aufgrund des Urteils aus Bochum von 2015 gekündigt hat?
Oder hat schon jemand Klage gegen die Sparkasse erhoben, weil diese die Kündigung nach diesem urteil nicht anerkennt?
Gibt es zwischenzeitlich noch weitere Urteile?
Freue mich über jede rückmeldung!

Henning schrieb am 04.07.2018

Sehr interessanter Artikel. Gerade die Kombination zwischen Forward-Darlehen und der Sonderkündigung ist spannend!
VG Henning

Paumuel schrieb am 20.02.2018

Besten Dank für Ihren obigen Bericht. Darin schreiben Sie, dass das Kündigungsrecht gemäß § 489 BGB 10 Jahre und 1 Tag nach Vollauszahlung des Darlehens mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ausgeübt werden kann.

Das heißt, dass das Schreiben an die Bank erst nach Ablauf der 10 Jahre gesandt werden darf. Also z. B. Vollauszahlung 29.02.2008, Kündigung am 01.03.2018 zum 01.09.2018?

Kann man man das Kündigungsschreiben an die Bank auch schon im Laufe des Monats Februar 2018 senden z. B. "... zum nächst möglichen Kündigungstermin gem. § 489 BGB, mit einer Frist von 6 Monaten ..." bzw. "mit Wirkung des Ablaufs von 10 Jahren seit Vollauszahlung kündige ich mit einer Frist von 6 Monaten ..." oder ist die Kündigung dan unwirksam, weil noch keine 10 Jahre seit Vollauszahlung vergangen sind?

Andre Niesenhaus schrieb am 08.11.2017

Muss das nicht "§ 489 Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers" statt "Sonder­kündi­gungs­recht ... " heißen?

privat schrieb am 04.11.2017

Hallo, Danke für die info zum Sonder­kündi­gungs­recht Immobiliendarlehen nach 10 Jahren.
Meine Fragen:
=> Können Sie mit einem Formulierungsvorschlag helfen?
- Kündige ich den Vertrag oder die Darlehenskonditionen?
- kündige ich 6 Monate VOR oder NACH dem relevanten Datum?
- die Auszahlung erfolgte an den Verkäufer, nicht an mich - wie kann ich das relevante Datum ermitteln?
- offenbar ist das genaue Datum wichtig => ist eine Formulierung wie "zum schnellstmöglichen Termin" wirksam und bindend?
=> Wann genau wird die Rückzahlung fällig - nach der Kündigung oder erst nach den 6 Monaten Kündigungsfrist?
=>
berechnet die Bank den Rückzahlungsbetrag und zieht das Geld analog zu
den fälligen Beiträgen ein, oder muss ich aktiv überweisen?
- während der Kündigungsfrist muss ich weiter den Zahlungsverpflichtungen nachkommen, korrekt?

Danke für die Unterstützung!

Harald Weberknecht schrieb am 31.10.2017

Hallo!

Wir sind gerade am überlegen, ob ich mit meinem Partner einen gemeinsamen Kreditvertrag unterschreiben soll oder ob wir besser bis nach unserer Hochzeit warten sollen?

Können Sie mir eventuell sagen, ob das aus finanziellen Gründen bzw im Falle einer Trennung irgendwann mal einen Unterschied machen könnte?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 02.11.2017

Sehr geehrter Herr Weberknecht,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW |immobilienfinanzierung und Ihre Frage.

Wenn Sie mit Ihrem Partner gemeinsam eine Immobilien­finan­zierung abschließen haften beide Darlehensnehmer gesamtschuldnerisch für die Zahlung der monatlichen Raten. Bei einer Baufinanzierung haben der Hauptdarlehensnehmer und der Mitdarlehensnehmer bzw. Mitschuldner die gleichen Rechte und Pflichten. Beide Darlehensnehmer haften in gleichem Umfang für den gesamten Baukredit in voller Höhe. Kommt ein Darlehensnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, hat der zweite Darlehensnehmer diese in voller Höhe zu übernehmen.

Einige Darlehensgeber bewerten bei der Kreditwürdigkeitsprüfung für eine Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung einen zweiten Darlehensnehmer positiv. Für den Darlehensgeber sinkt das Risiko, da beide Darlehensnehmer für den Baukredit haften.Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, ein entsprechendes Baudarlehen zu erhalten.

Die gesamtschuldnerische Haftung besteht bei einer Immobilien­finan­zierung unabhängig davon, ob Sie verheiratet sind, oder nicht. Sollte es später zu einer Trennung kommen, ändert dieses aus unserer Sicht nichts an der Haftungssituation. Beide Partner haften im vollen Umfang für den gesamten Baukredit. Für weitere Fragen empfehlen wir den Besuch bei einem Anwalt für Famlienrecht bzw. Schuldrecht.

Für Ihre Fragen oder ein persönliches Angebot zur Baufinanzierung stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater von DTW | Immobilien­finan­zierung gerne zur Verfügung. Sie erreichen diese von Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW | Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller von DTW | Immobilien­finan­zierung

Crazy Hot schrieb am 10.06.2017

Ich habe einen Kreditvertrag unterschrieben ,mich aber nicht im Grundbuch einschreiben lassen. Nun bin ich von meinem Partner getrennt und möchte aus dem Vertrag raus. Geht das???

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 16.06.2017

Sehr geehrte Katrin,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW | Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage.Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie einen Darlehensvertrag für eine Immobilien­finan­zierung rechtsverbindlich unterzeichnet. In diesem Fall sind Sie Darlehensnehmerin und ich gehe davon aus, dass Sie auch gesamtschuldnerisch gemeinsam mit Ihrem Ex-Partner für die Baufinanzierung haften. Wenn Sie nicht im Grundbuch eingetragen sind, vermute ich, dass Sie trotzdem keine Eigentümerin der Immobilie sind. Grundsätzlich haben Sie einen gültigen Darlehensvertrag unterzeichnet.

Nach § 490 Absatz 2 BGB kann ein Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag mit einer Festzinsvereinbarung und einer grundbuchrechtlichen Sicherung, wie z.B. eine Immobilien­finan­zierung mit fester Sollzinsbindung, unter Einhaltung der in § 488 Absatz 3 Satz 2 BGB vorgeschriebenen Fristen vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies gebieten. Dabei hat der Darlehensnehmer dem Darlehensgeber den Schaden zu ersetzen, der diesem aus der vorzeitigen Kündigung entsteht, ihm also eine Vorfälligkeits­entschädigung zu zahlen.

Ob in Ihrem Fall ein berechtigtes Interesse vorliegt, können wir nicht beurteilen. Sicherlich ist es sehr empfehlenswert, ein klärendes Gespräch mit Ihrem Ex-Partner und dem Darlehensgeber der Immobilien­finan­zierung zu führen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen unbedingt, eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Rechtsanwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW | Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und verbleiben

mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller von DTW | Immobilien­finan­zierung

Ina schrieb am 31.05.2017

Hallo, ich hoffe es kann uns jemand weiter helfen. Wir haben eine Wohnung gekauft vor 2 Monaten erst, auf eine eine Rate von 20 Jahren. Haben zwei Kinder und erwarten unerwartet ein 3. Kind, sodass uns die Wohnung zu klein wird. Die Wohnung wird uns auf Dauer zu klein und spielen mit dem Gedanken, diese in den nächsten Monaten zu verkaufen. Ist das möglich diese Wohnung sofort zu verkaufen, trotz 20 Jahre Kredit Vereinbarung ?
Haben erst ein Termin in unser Bank in 2 Wochen sodass mir diese Frage am Herzen liegt um ruhiger zu sein:)

Ralf schrieb am 20.05.2017

Hallo Herr Müller, ich habe ein kleines Problem mit meiner Bausparkasse und finde nirgend wo eine richtige Antwort auf meine Fragen. Vielleicht können Sie mir ja helfen.
Folgendes. Ich habe am 30.09.2000 einen Bausparvertrag abgeschlossen.
Dieser Vertrag wurde am 08.01.2008 mit günstigeren Zinskonditionen über ein Forwarddarlehen für weitere 10 Jahre verlängert. ( Darlehensangebot wurde erstellt am 08.01.2008, Darlehensangebot angenommen am 21.01.2008 mit einer Zinsfestschreibung bis 30.09.2020 ). Nun kam die Bank auf mich zu um mir ein neues Angebot zu unterbreiten da ja in absehbarer Zeit die Zinsbindungsfrist auslaufen würde.Bei dem Termin wurde immer von der festgesetzten Zinsfestschreibung gesprochen und dass ich erst zum 30.09.2020 aus den Fristen einer vorzeitigen Vertragsauflösung heraus kommen würde. Ich machte dem Mitarbeiter klar, dass ich doch schon laut Urteil des Gerichts am 21.01.2018 kündigen könnte, weil ja dann die 10 Jahresfrist abgelaufen wäre.
Daraufhin erklärte man mir dass es sich nicht um ein Forwarddarlehen sondern um eine Prologation gehandelt hätte und ich nicht vorzeitig kündigen kann.
Ich bin jetzt ein wenig verwirrt und verstehe nicht genau was der Unterschied zwischen einem Forwarddarlehen und einer Prologation sein soll ?
Frage. Wann kann ich eine Umschuldung vornehmen ? 2018 oder erst 2020
Vielen Dank im Voraus
LG Ralf

Jens schrieb am 10.05.2017

hallo, ich habe im Jahr 2001 ein Immobiliendarlehen mit einer 10-jährigen Zinssbindung (bis 2011) abgeschlossen. 2011 fortgeschrieben...Zinsbindung bis 2021. Habe ich jetzt das Recht, den Vertrag mit eine Kündigungsfrist von 6 Monaten zu kündigen?
Danke für die Antwort

Frodobeutling schrieb am 02.02.2017

Mein LBS Bausparer läuft seit Mitte 2013 und befindet sich noch in der Ansparphase. Die Darlehenssumme wurde damals auf 32000 EUR festgelegt. Den Vetrag habe ich fristgerecht zum 30.04.2017 gekündigt. Lt. Schreiben der LBS möchte diese jetzt die Abschlussgebühr von 320 EUR + die Wohnungsbau­prämie einbehlten.
Gibt es nicht ein Sonder­kündi­gungs­recht wegen voller Erwerbsunfähigkeit (Diese liegt seit
Ende 2013 vor) damit die Gebühren nicht zurück bezahlt werden müssen. Ich meinte,dass ich da einmal irgendetwas gelesen hätte. Leider finde ich im wwww. nichts mehr.

H.Graef schrieb am 25.01.2017

Hallo,

Verliert man durch eine Tilgungssatzänderung nach ca 6 Jahren (Bsp in 2016) in einem 15 Jahre laufenden Annuitätdarlehen (Bsp: Beginn in 2010, Ende 2025) die Möglichkeit, nach 10 Jahren (in 2020) von seinem Sonder­kündi­gungs­recht Gebrauch zu machen? Vielen Dank.

Frieder schrieb am 24.01.2017

Ist es möglich nur die Festzinsvereinbarung nach 10 Jahren zu kündigen und das Darlehen dann mit variablem Zins weiterzuführen? Oder muss ich das Darlehen komplett kündigen?

Carsten Wunsch schrieb am 10.01.2017

Wir haben 1999 ein Hypotheken­darlehen über 260 T€ aufgenommen und nach 10 Jahren 120 T€ davon getilt. Bei dieser Tilgung wurde allerdings am 11.1.07 ein neuer Kreditvertrag, Laufzeitbeginn 29.11.09 abgeschlossen und zum 1.3.10 mit dem alten DL verbucht.
Wir würden gerne nach §489 I 2. kündigen, und zwar zwischen dem 12.1.17 und 6 Monate danach.
Ist das möglich, obwohl die Hypothekenbank nicht den alten Vertrag geändert hat, sondern einen neuen aufgemacht hat ?

disqus_516mXAxAKU schrieb am 14.09.2016

Hallo,

vielen Dank für diesen sehr interessanten Blog. Auch wir wollen unseren Darlehensvertrag bei der DIBA (Laufzeit 15 Jahre) per Sonderkündigung vorzeitig (nach 10 Jahren) beenden. Wir werden die Restsumme bar begleichen.

Der Termin ist uns jedoch nicht ganz klar bestimmbar. Es heißt: "Vollständiger Empfang des Baudarlehens".

(A) Die Dahrlehenszusage haben wir am 30.08.2007 mit folgenden Inhalt erhalten:
- Gesamtdauer der Darlehensvereinbahrung: 15 Jahre
- Festgeschrieben bis 30.08.2022

(B) Die Bank hat ein Konto angelegt und auf diesem das Geld bereitgestellt. Das dazugehörige Schreiben vom 24.09.2007:
- Für das Dahrlehenskonto haben wir für Sie erföffnet <kontonummer> über EUO <darlehenbetrag>
...
- Als voraussichtlichen Auszahlungstermin haben wir gmäß den uns eingereichten Unterlagen den 01.03.2008 vorgemerkt. Dies ist ein unverbindlicher Termin. Für die Ausführung von Darlehensauszahlungen müssen uns alle angeforderten Unterlagen sowie Auszahlungsanweisungen vorliegen.

(C) Entsprechend dem letzten Kontoauszug 30.12.2008 wurden 4 Auszahlungen auf unser Privat-Konto durchgeführt:
09.04.2008 - 1. Auszahlung 25%
21.04.2008 - 2. Auszahlung 23%
24.07.2008 - 3. Auszahlung 25%
14.11.2008 - 4. Auszahlung 26% (letzte)

Meine zwei Fragen an Sie:
> Welches Datum entspricht dem Datum "Vollständiger Empfang des Baudarlehens" genannt im §489 BGB?
> In welchem Zeitraum müssen wir zu welchem Stichtag kündigen, so das alles glatt geht?

Vielen Dank / Grüße
Olaf

Mike schrieb am 06.09.2016

Habe vor 15 Jahren einen Kredit für 10 Jahre fest abgeschlossen,die Bank hatte diesen dann nach 10 Jahren ohne Rücksprache oder Unterschrift von mir verlängert zu damaligen 4 % Zinssatz,ich möchte jetzt gerne den Kredit ablösen aber die Bank sagt mir dann fallen für die 5 Jahre Restlaufzeit Vorfälligkeitszinsen an.Hat die Bank denn damit recht das wenn diese einen Kredit einfach verlängern das der wieder über 10 Jahre fest ist und man nicht einfach kündigen kann,wenn das so wäre dann wäre das ja ein Nachteile zu einer Finanzierung über 20 Jahre die man ja wie hier steht nach 10 Jahren kündigen kann ohne Vorfälligkeitszinsen zu zahlen.

M. Kurt schrieb am 18.08.2016

Sehr geehrte Damen und Herren

Hat die kreditgebende Bank nach meiner Kündigung nach Sonder­kündi­gungs­recht § 489 BGB noch das Recht den Kreditvertrag an einen dritten zu verkaufen?

Besten Dank und
viele Grüße,
M. Kurt

Andela schrieb am 15.08.2016

Hallo,
mein Darlehen besteht aus drei Krediten:
1. Hausbank
2. KFW 153
3. KFW 124
Beim KfW 124 habe ich keine Möglichkeit auf Sondertilgung oder Tilgung zu erhöhen. Habe ich hier die Möglichkeit von dem Sonder­kündi­gungs­recht gebrauch zu machen?
Mein Vertrag läuft bis 30.06.2026 (15 Jahre Zinsbindungsfrist und ein Zins von 4,42).
Oder gibt es eine Möglichkeit den Vertrag doch sonderzutilgen?
Danke für Ihre Rückmeldung.

Tom Heiber schrieb am 01.08.2016

Mein Darlehensvertrag mit 15 jähriger Kündigungsfrist ist in drei Teilbeträgen ausgezahlt worden (9.8.2006, 9.10.2006 und ein kleiner Restbetrag am 19.3.2007).
Sehe ich es richtig, dass die 10-Jahres-Frist leider erst mit dem 20.3.2007 beginnt und somit eine Kündigung erst am 20.3.2017 möglich ist zum 20.9.2017?
Schöne Sch...
Danke für eine kurze Rückmeldung und viele Grüße
der Tom

Sebastian schrieb am 13.07.2016

Hallo ich habe mal eine praktische Frage zum Sonder­kündi­gungs­recht nach 10 Jahren. Darf ich von diesem Recht unbegrenzt Gebrauch machen? Sprich, darf ich jedes Jahr einen bestimmten Teil des Restkredites per Sonder­kündi­gungs­recht abbezahlen? Angenommen es sind nach 10 Jahren noch 400.000 Euro Restschuld übrig, darf ich dann per Sonder­kündi­gungs­recht z.B. 20.000 Euro abbezahlen und der Rest läuft ganz normal weiter?
Und darf ich im nächsten Jahr das gleiche nochmal machen? Das würde ja bedeuten, dass ich das Sonder­kündi­gungs­recht wie eine Sonderzahlung nutzen kann - und somit müsste ich erst gar keine Sonderzahlung vereinbaren, oder (vorausgesetzt, ich will in den ersten 10 Jahren sowieso keine Sonderzahlung leisten)?

PfrienderArmin schrieb am 30.05.2016

Wir haben 2006 ein Darlehen aufgenommen, das bis 2034 zurückzuzahlen ist. Mit einem festen Zins bis zum Ende. Im Vertrag ist das Kündigungsrecht nach § 489 BGB ausgeschlossen. Können wir trotzdem mit Verweis auf die bisher vergangenen 10 Jahre kündigen und ein Anschlussangebot anfordern ? Müssen wir eine Vorfälligkeits­entschädigung zahlen?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 01.06.2016

Sehr geehrter Herr Pfrieder,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von www.immobilienfinanzierung.de und Ihre Frage.

Bitte beachten Sie, dass ich Ihnen gerne eine allgemeine Antwort auf Ihre Frage zum Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB gebe. Eine Beurteilung Ihres Darlehensvertrages hinsichtlich § 489 BGB ist uns nicht möglich, da wir diesen nicht kennen. Als spezialisierter Direktanbieter von Baufinanzierungen, Immobilien­finan­zierungen, Anschluss­finanzierungen und Forward-Darlehen beantworten wir gerne allgemeine Fragen unser Kunden. Eine juristische Beratungsleistung im Einzelfall dürfen, wollen und können wir nicht anbieten. Wir empfehlen ausdrücklich den Besuch bei einem fachkundigen Anwalt oder den Besuch einer Verbraucherzentrale.

Zur allgemeinen Antwort, die sich nicht expliziet auf den von Ihnen abgeschlossenen Darlehensvertrag bezieht:

Nach § 489 BGB Absatz 1 Satz 2 kann der Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz, z.B. eine Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung, nach Ablauf von 10 Jahren nach dem vollständigen Empfang des Baudarlehens mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen, ohne die Zahlung einer Vorfälligkeits­entschädigung. § 489 BGB Satz 4 beinhaltete, dass „das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nach den Absätzen 1 und 2 nicht durch Vertrag ausgeschlossen oder erschwert werden kann. Dies gilt nicht bei Darlehen an den Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land, eine Gemeinde, einen Gemeindeverband, die Europäischen Gemeinschaften oder ausländische Gebietskörperschaften.“ Somit ist es durchaus Möglich, dass der Ausschluss des Sonder­kündi­gungs­rechts nach § 489 BGB bei Ihrem Darlehensvertrag nichtig ist. Wir empfehlen Ihnen diesbezüglich fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen.

Gerne stehen Ihnen die Baufinanzierungsberater/innen von Immobilien­finan­zierung.de für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung oder ein Forward-Darlehen zur Verfügung. Sie erreichen unser Beratungsteam von Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Mülle

Fissler schrieb am 23.04.2016

Nach dieser Berechnung wäre das Kündigungsrecht nach 10,5 Jahren gegeben. Dem Verständnis nach liegt die Kündigungsfrist vor dem Ablauf von 10 Jahren, nicht danach, und dürfte die 10 Jahre nicht verlängern.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.05.2016

Sehr geehrte(r) Frau/Herr Fissler,

Sie haben recht, die Kündigung eines Darlehensvertrages zur Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung mit gebundenem Sollzinssatz nach § 489 BGB ist erst zu einem Zeitpunkt der 10,5 Jahre nach der Vollauszahlung liegt möglich. Die Frist von 10 Jahren nach Empfang des Darlehens ist eine sogenannte Vorlauffrist, die vor einer möglichen Kündigung nach § 489 BGB abgelaufen sein muss. Die die Kündigung der Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung nach § 489 BGB ist somit erst am Tag 1 nach Fristablauf von 10 Jahren nach der Vollauszahlung mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten möglich.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung oder ein Forward-Darlehen unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass die DTW GmbH, Betreiber von www.Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale. keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.
Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Sean schrieb am 16.04.2016

Eine ordentliche Kündigung des Baudarlehens durch den Darlehensnehmer
ist nur dann erfolgt, wenn der geschuldete Darlehensbetrag innerhalb von
zwei Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung zurückgezahlt wird.

Was bedeutet dieser Satz genau?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.05.2016

Sehr geehrter Sean,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von www.immobilienfinanzierung.de und Ihre Frage, die ich gerne beantworte.

Nach § 489 BGB haben Sie die Möglichkeit eine Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung mit fester Sollzinsbindung und gebundenem Sollzins zehn Jahre nach Vollauszahlung mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten ganz oder teilweise zu kündigen. Wenn Sie das Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB in Anspruch nehmen, werden Sie an die finanzierende Bank ein Kündigungsschreiben senden, in dem Sie der Bank mitteilen, dass Sie Ihre Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung zu einem gewissen Termin kündigen. Zu diesem von Ihnen gewählten Termin wird die Kündigung des Baudarlehens wirksam. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie zwei Wochen Zeit, den gekündigten Darlehensbetrag der Bank zurück zu zahlen. Dieses kann über eine Anschluss­finanzierung bei einem anderen Darlehensgeber erfolgen oder Sie zahlen den Darlehensbetrag aus Eigenmitteln zurück.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung oder ein Forward-Darlehen unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.
Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

J. S. schrieb am 07.03.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe zwei Fragen zu bestehenden Krediten für meine Immobilie. Meine beiden Baudarlehen (130.000, 00€ + 60.000,00€) wurden für 20 Jahre abgeschlossen und laut Schreiben des Darlehensgebers am 20.12.2006 an den Verkäufer überwiesen. Meine Fragen sind:
- wann genau kann ist der frühestmöglicher Kündigungstermin gemäß Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB?
-und in welchem Zeitabstand soll der neue Kredit den alten ablösen?

Vielen Dank für Ihre Mühe
J.S.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.05.2016

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

und Ihre Frage, die ich gerne beantworte.www.immobilienfi... und Ihre Frage, die ich gerne beantworte.

Nach § 489 BGB können Sie Ihre Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung mit gebundenem Sollzins und fester Sollzinsbindung zehn Jahre nach Vollauszahlung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Die zehn Jahre nach Vollauszahlung sind eine sogenannte Vorlauffrist, die zwingend abgelaufen sein muss. Ein Tag nach dem Ende der Vorlauffrist können Sie Ihr Baudarlehen kündigen, in Ihrem Fall ist dies nach Ihren Angaben der 21.12.2016. Sie können dann zum 21.06.2017 die Immobilien­finan­zierung ganz oder teilweise kündigen. Nach § 489 BGB müssen Sie dann innerhalb von zwei Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung den alten Kredit ablösen. Ich hoffe, dass ich hiermit Ihre Fragen beantworten konnte.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung oder ein Forward-Darlehen unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass die DTW GmbH, der Betreiber von Immobilien­finan­zierung.de keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

S.Schiff schrieb am 05.03.2016

Sehr geehrter Herr Müller,
gibt es mit der neuen EU Richtlinien auch für Hypotheken Darlehen mit
Festzins für 10 Jahre neue Kündigungsmoeglichkeiten, diese vor Ablauf zu kündigen.
Bisher ja nur bei Verkauf der Immobilie oder z.B. Arbeitslosigkeit...
Gruss
S. Schiff

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 07.03.2016

Sehr geehrter Herr Schiff,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von Immobilien­finan­zierung.de zum Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB.

Auch nach der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtline in nationales Recht zum 21.03.2016 ist die vorzeitige Rückzahlung eines Darlehens zur Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung mit fester Sollzinsbindung an ein berechtiges Interesse des Darlehensnehmers gekoppelt. Eine geringfügige Änderung der Gesetzeslage besteht darin, dass ein Verbraucher nunmehr dazu berechtigt ist, ein Immobiliendarlehen mit vertraglicher Sollzinsbindung vorzeitig zurückzuzahlen, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Bislang musste der Vertrag zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung hierfür gekündigt werden, was voraussetzte, dass ein berechtigtes Interesse nicht nur vorlag, sondern dies gebot.

Die Regelungen des § 489 BGB Absatz 1 Satz 2 hinsichtlich der Rückzahlung von Baudarlehen mit gebundenem Sollzinssatz bleiben bestehen. Somit ist eine bedingungslose vorzeitige Rückzahlung eines Darlehens zum Immobilien­finan­zierung nur dann möglich, wenn sie in einen Zeitraum fällt, für den ein variabler Zinssatz vereinbart wurde. Der Gesetzgeber möchte die Interessen des Darlehensnehmers und des Darlehensgebers einer Baufinanzierung mit gebundenem Sollzinssatz in Einklang bringen, indem vom Darlehensnehmer ein berechtigtes Interesse für eine vorzeitige Kündigung gefordert wird. Falls der Darlehensnehmer eines Immobiliardarlehensvertrages (neues Wort für Darlehensvertrag zur Immobilien­finan­zierung gem. Eu-Richtlinie) dem Darlehensgeber mitteilt, dass er eine vorzeitige Rückzahlung der Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung beabsichtigt, ist der Darlehensgeber verpflichtet, ihm für die Prüfung dieser Möglichkeit erforderlichen Informationen zu übermitteln.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung oder ein Forward-Darlehen unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

S.Schiff schrieb am 28.02.2016

Hallo,
mein verlängertes Bau Darlehen läuft mit Festzins bis zum 31.12.2023.
Aktuell nutze ich eine monatliche Sondertilgung von 5 %
Eine nicht vertragliche Sonderzahlungen damit sich die Laufzeit verkürzt wurde trotz
Von mir angebotene Strafzahlung abgelehnt
Habe ich durch die neuen EU Richtlinien mehr Rechte ?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 07.03.2016

Sehr geehrter Herr Schiff,

vielen Dank für Ihre Frage zum Sonder­kündi­gungs­recht der Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung.

Nach der Umsetzung der Wohnimmobilien­kreditrichtlinie in deutsches Recht am 21.03.2016 haben Sie bei einem Baudarlehen mit fester Sollzinsbindung das Recht auf vorzeitige Rückzahlung, wenn ein berechtigtes Interesse hierfür vorliegt. Die Regelungen des § 489 BGB Absatz 1 Satz 2 bleiben unverändert bestehen. Hierbei können Sie 10 Jahr nach Vollauszahlung des Darlehens den Darlehensvertrag mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen. Der Gesetzgeber sieht nicht vor, dass Sonderzahlungen für eine Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung mit vereinbarter Sollzinsbindung, die nicht vertraglich vereinbart wurden, vom Darlehensgeber akzeptiert werden müssen. Weitere Informationen finden Sie in meiner Antwort auf Ihre weitere Frage.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.
Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Sandra Engel schrieb am 27.02.2016

Hallo, mein Freund hat Januar 2011 eine Anschluss­finanzierung abgeschlossen. Laufzeit 10 Jahre, keine Tilgung, horrende Zinsen an die Bank zeitgleich Ansparung eines Bausparvertrages, Tilgungssugerat.Meines Erachtens nach völliger Schwachsinn. Nun sollen die Bäder saniert werden. Die Bank verlangt VE in Höhe von TEUR 22 und lässt uns nur bei Verkauf des Objektes aus dem Vertrag. Nun meine Frage(n):1. Falls die Bank einer Aufstockung der Finanzierung zustimmt, natürlich nur gegen VE..., der Zinssatz dort aber höher wäre als bei einer anderen Bank, die uns mit Handkuss finanzieren würde, muss uns die jetzige Bank dann raus lassen? 2. Was ist, wenn sie der Aufstockung nicht zustimmt, können wir dann aus dem Vertrag raus?.Lieben Dank

Michaela Kawall schrieb am 04.02.2016

Sehr geehrter Herr Müller,

wir haben einen Darlehensvertrag mit 15jähriger Zinsbindung im Jahr 2006 abgeschlossen. Die vollständige Summe wurde am 29.11.2006 ausgezahlt. Wir möchten nun von unserem Sonder­kündi­gungs­recht nach zehn Jahren Gebrauch machen. Wir gehen davon aus, dass die sechsmonatige Kündigungsfrist am 30.05.2017 endet und dies damit der Ablösetermin des Darlehens wäre. Ist das richtig? Bis wann muss die Kündigung bei der Bank sein und zu wann kündigt man den Vertrag, zum 29.11.2016 oder zum 30.05.2017?

Vielen Dank für eine Antwort.

Michaela K.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 05.02.2016

Sehr geehrte Michaela,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von Immobilien­finan­zierung.de und Ihre Frage zum Sonder­kündi­gungs­recht § 489 BGB.

Nach § 489 (1) 2. kann der Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz, wie bei einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung, ganz oder teilweise kündigen, in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang des Baudarlehens unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten. In Ihrem Fall haben Sie zehn Jahre nach der Vollauszahlung Ihrer Baufinanzierung am 29.11.2006 die Möglichkeit, ab dem 30.11.2016 das Baudarlehen gemäß § 489 BGB mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise zu kündigen. Somit können die Kündigung für Ihre Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung nach $ 489 BGB frühestens zum 30.05.2017 aussprechen. Sicherlich ist es vorteilhaft, wenn Sie sicherstellen, dass die Kündigung Ihrer Immobilien­finan­zierung am 30.11.2016 der Bank zugestellt wird und Sie sich den Eingang des Kündigungsschreibens schriftlich bestätigen lassen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder eine Angebot für eine Anschluss­finanzierung bzw. ein Forward-Darlehen unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Ralf schrieb am 09.01.2016

Hallo, ich frage mich gerade, wie es sich mit dem Kündigungsrecht nach §489 BGB in Verbindung mit §187 Abs. 1 BGB bei einem Vorward-Dahrlehensvertrag verhält. Gilt hier auch der Tag der vollständigen Auszahlung (die ist ja eigentlich schon beim ersten Dahrlehensvertrag passiert und nicht erst in Verbindung mit dem Vorward Dahrlehen) oder gilt der Tag des Vertragsabschlusses, der ja mehrere Jahre vorher liegen kann. Gibt es dazu vielleicht schon bekannte Rechtsfälle?
Freundliche Grüße

Michael schrieb am 27.11.2015

Guten Tag,
Ich habe eine Anschluss­finanzierung vereinbart mit einer Zinsbindung vom 01.12.2007 bis zum 30.11.2022.
Dies erfolgte über ein Forward-Darlehen.
Der entsprechende Vertrag wurde am 31.03.2006 abgeschlossen.
Wann ist der 10-Jahres Zeitraum nach §489 BGB beendet (wann kann ich die Kündigung mit der 6-Monats-Frist abschicken), am 31.03.2016 oder am 01.12.2017?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 02.12.2015

Sehr geehrter Michael,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von Immobilien­finan­zierung.de zum Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB im Zusammenhang mit Forward-Darlehen.

Haben Sie Ihre Anschluss­finanzierung über das Forward-Darlehen bei der bisher finanzierenden Bank abgeschlossen oder bei einer anderen Bank?

Wenn Sie ein bestehendes Darlehen zur Immobilien­finan­zierung oder Baufinzierung beim gleichen Darlehensgeber über ein Forward-Darlehen verlängert haben, beginnt die 10-Jahres-Frist an dem Tag, an dem die neue Zinsvereinbarung mit der Bank getroffen wurde. Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Bochum vom 14.09.2015 (Aktenzeichen I-1 O 68/15) bestätigt diese Sicht der Dinge mit Verweis auf den dazugehörigen Gesetzestext nach § § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB. Dort wird ausgeführt: „wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs“. Somit haben Sie die Möglichkeit, das Forward-Darlehen bereits 10 Jahre nach dem Tag der neuen Zinsvereinbarung für Ihre Baufinanzierung nach § 489 BGB mit einer Frist von 6 Monaten zu kündigen. Unter den genannten Voraussetzungen wäre in Ihrem Beispiel eine Kündigung der Immobilien­finan­zierung gemäß Sonder­kündi­gungs­recht bereits zum 31.03.2016 möglich.

Haben Sie dagegen das Forward-Darlehen bei einem neuen Darlehensgeber abgeschlossen, beginnt die Frist von 10 Jahren nach § 489 BGB mit dem vollständigen Empfang des Forward-Darlehens, bzw. der Ablösung der bestehenden Immobilien­finan­zierung durch den neuen Darlehensgeber des Forward-Darlehens. In Ihrem Beispiel wäre eine Kündigung gemäß Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB erst am 01.12.2017 möglich.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

FGB schrieb am 01.11.2015

Die heutigen Hypothekenverträge sehen häufig die Möglichkeit vor, den Tilgungssatz während der Laufzeit 3 oder 4 mal in einer bestimmten Bandbreite (z.B. 2-5%) ändern zu können. Beginnt die 10 Jahresfrist bei einer insgesamt 20jährigen Zinsbindung neu, wenn ich z.: nach fünf Jahren vom dem Recht gebrauch mache, den Tilgungssatz zu ändern??
Muss man also §489 BGB so Interpretieren, dass die Veränderung der Tilgungsrate, die ja zu einer Veränderung der Rückzahlungsdauer führt, die Frist gemäß § 489, Abs. 1, 2. 2.Halbsatz (...wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit
der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt
dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs.) neu beginnen läßt?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 05.11.2015

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre Frage zum Sonder­kündi­gungs­recht § 489 BGB sowie für Ihre Geduld. Die nachfolgende Antwort stellt die persönliche Meinung des Verfassers da, ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Es handelt sich um keine Rechtsberatung. Für eine individuelle Rechtsberatung wenden Sie sich bitte an einen fachkundigen Anwalt.

Aus unserer Sicht möchte der Gesetzgeber mit dem Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 Abs. 1 BGB dem Darlehensnehmer eines Darlehens mit gebundenem Sollzinssatz, wie z.B. bei einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung, ein Kündigungsrecht einräumen. Voraussetzung dafür ist, dass das Darlehen noch nicht prolongiert ist, d.h. keine Anschluss­finanzierung beim gleichen Darlehensgeber abgeschlossen wurde. Wir interpretieren, dass eine „Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung“ nach § 489 BGB nur dann vorliegt, wenn ein fest vereinbarter Rückzahlungszeitpunkt geändert wird. Dies ist z.B. bei einem Darlehen ohne vereinbarte Tilgung, einem endfälligen Darlehen der Fall. In Ihrem Fall liegt aus unserer Sicht "keine Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung" vor, sondern nur eine Prognose zum Zeitpunkt der vollständigen Rückzahlung. Auch jede Sondertilgung hat einen Einfluss auf „die Zeit der Rückzahlung“ und wäre nach Ihrer Interpretation für eine Darlehenskündigung nach § 489 BGB schädlich. Somit gehen wir davon aus, dass bei einer Änderung des Tilgungssatzes die Frist von 10 Jahren nach vollständiger Auszahlung des Darlehens gemäß § 489 Abs. 1 BGB nicht neu beginnt. Somit sollte eine Kündigung des Darlehens nach dem Sonder­kündi­gungs­recht § 489 BGB, 10 Jahre nach Vollauszahlung mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten, weiterhin möglich sein.

Einigen Finanzierungspartnern von DTW, dem Betreiber von Immobilien­finan­zierung.de, teilen vollumfänglich die vorstehend geäußerte Meinung. Es ist uns bekannt, dass wenige Banken versuchen, die Kündigung einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung nach § 489 BGB mit dem Hinweis auf eine erfolgte Tilgungssatzänderung zu verhindern. Diese Versuche waren nach unseren Erfahrungen nicht erfolgreich.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass die DTW GmbH, dem Betreiber von Immobilien­finan­zierung.de, keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

chndsor schrieb am 27.10.2015

Gilt §489 auch für Darlehen wenn der Darlehensnehmer gewerblich unterwegs ist? Investor oder ein Gewerbe, das bei einer Bank ein Darlehen hat?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 03.11.2015

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Nach § 489 BGB kann der Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz, z.B. bei einer Immobilien­finan­zierung, nach Ablauf von 10 Jahren nach dem vollständigen Empfang des Darlehen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen. Die Rückzahlung hat dabei nach § 489 BGB (Sonderkündiungsrecht) ohne Zahlung einer Vorfälligkeits­entschädigung an den Darlehensgeber zu erfolgen. Aus unserer Sicht ist es dabei unerheblich, ob es sich um ein Verbraucherdarlehen oder ein Nichtverbraucherdarlehen handelt.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW, der Betreiber von Immobilien­finan­zierung.de, keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Stefan Zeller schrieb am 21.10.2015

Guten Tag, vielleicht kann mir jemand bei meinem Problem weiterhelfen :
Durch die Scheidung von meiner ExFrau ,trat meine Schwester,als.zweiter Darlehensnehmer in ein laufendes Darlehen ein.
Zinsbinding 15 Jahre. Die Bank ist nun der Meinung, dass durch den Schuldnerwechsel die 10 Jahresfrist wieder von vorne beginnt, obwohl Rate, Zinssatz und Laufzeit von ursprünglichen Vertrag übernommen wurde, und ja auch kein Geld ausgezahlt wurde.
Was ist Ihre Meinung dazu, 489 BGB sagt dazu nichts, mir das es darauf ankommt, ob im neuen Vertrag Zinssatz oder Rate verändert wurde.

Hirt schrieb am 16.09.2015

Ich habe vor 8 Jahren einen Darlehensvertrag für 15 Jahre abgeschlossen und möchte die Wohnung jetzt verkaufen.
Die Bank berechnet mir hohe Vorfälligkeiten für die restlichen 7 Jahre vor.
Kann ich auf das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß §489 BGB verweisen und darauf bestehen, dass die Vorfälligkeit nur bis zur Laufzeit nach 10 Jahren zu zahlen sind, da ich ja nach 10 Jahren das Recht habe nach §489 BGB zu kündigen!
Ist dies durchsetzbar?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.09.2015

Sehr geehrter Herr Hirt,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Nach § 489 BGB können Sie ein Darlehen zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung mit gebundenem Sollzinssatz 10 Jahre nach Vollauszahlung mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ganz oder teilweise kündigen. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Kündigung der Baufinanzierung nicht „nur nach 10 Jahren“, sondern innerhalb der Zinsbindung der Immobilien­finan­zierung jederzeit, ganz oder auch teilweise, möglich. Wenn Sie den Darlehensvertrag für Ihre Eigentumswohnung mit einer vereinbarten Sollzinsbindung von 15 Jahren bereits nach 8 Jahren kündigen möchten, kommt das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB nicht zur Anwendung. Die finanzierende Bank kann eine Vorfälligkeits­entschädigung als Ausgleich dafür verlangen, dass sie das Geld aus der vorzeitig zurück gezahlten Immobilien­finan­zierung nicht mehr zum gleichen Zinssatz anlegen kann. Die Höhe der Vorfälligkeits­entschädigung hängt davon ab, zu welchem Zinssatz die Bank das Geld aus der Baufinanzierung anlegen kann. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshhof sind bei der Berechnung der Vorfälligkeits­entschädigung einer Immobilien­finan­zierung die Pfandbriefrenditen (DGZF) zum Zeitpunkt der vorzeitigen Ablösung für die Wiederanlage der bisher finanzierenden Bank zugrund zu legen. Je größer die Differenz zwischen der aktuellen Pfandbriefrendite und dem von Ihnen bisher gezahlten Sollzins für die Immobilien­finan­zierung ist, desto höher ist die Vorfälligkeits­entschädigung. Das Sonderkündiungsrecht gemäß § 489 BGB spielt bei der Berechnung der Vorfälligkeits­entschädigung keine Rolle. Mit dem Vorfälligkeits­entschädigungsrechner von DTW-Immobilien­finan­zierung oder dem Vorfälligkeitsrechner von der Stiftung Warentest können Sie die Höhe der anfallenden Vorfälligkeits­entschädigung näherungsweise berechnen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

Chris schrieb am 19.06.2015

Hallo, kann ich (nach Ablauf der 10 jährigen Darlehenszeit) und nach der frühestmöglichen Kündigung im 6monatigen Kündigungszeitraum noch eine Sondertilgung (die jährlich eingeräumt war) vornehmen?
Gruß Chris

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 09.10.2015

Sehr geehrter Chris,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Aus meiner Sicht spricht absolut nichts dagegen, auch nach einer Kündigung Ihrer Immobilien­finan­zierung gemäß Sonder­kündi­gungs­recht (§ 489 BGB), 10 Jahre nach Vollauszahlung der Baufinanzierung, innerhalb der Kündigungsfrist von 6 Monaten vertraglich vereinbarte Sondertilgungen vorzunehmen. Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass Sie nach § 489 BGB, unter den genannten Bedingungen, auch Teilbeträge der Immobilien­finan­zierung, ohne Zahlung einer Vorfälligkeits­entschädigung, kündigen können. Somit können Sie 10 Jahre nach Vollauszahlung der Baufinanzierung, völlig unabhängig von den vertraglich vereinbarten Möglichkeiten zur Sondertilgung, Teilbeträge des Baudarlehens kündigen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

Ralf schrieb am 30.04.2015

Besteht die Möglichkeit, für ein Darlehen, das nach § 489 BGB gekündigt werden soll, ein Forwarddarlehen aufzunehmen? Meine finanzierende Bank hat dies verneint; dies ginge nur zum Ablauf der Zinsbindung - in meinem Fall nach 30 Jahren.

SirHelli schrieb am 17.04.2015

Bei meinem Darlehen ist es so, dass der Bausparvertrag nach Ende der Sollzinsbindungsfrist des Vorausdarlehens noch nicht zuteilungsreif ist. Es fehlen ca. 9000 €. Auf eine notwendige Sonderbesparung wurde ich nicht hingewiesen.

Besteht hier die Möglichkeit, den Darlehensvertrag anzufechten ?

friedrich schmieding schrieb am 15.04.2015

Friedrich
wie sind die Kündigungs­möglichkeiten bei einer 30 j. Zinsfestschreibung nach der Kündigungsfrist von 10 J. z.B.nach 16J.?

Skyscraper schrieb am 28.11.2014

Mein Darlehensvertrag besteht zum 1.9. 15 10 Jahre, hat aber eine längere Laufzeit. Ich würde ihn gerne kündigen, um die derzeit günstigen Zinsen zu nutzen. Ist eine Anschlußfinanzierung bei der derzeitigen Bank möglich, oder muss man bei einer anderen Bank abschließen?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 02.12.2015

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

nach dem Sonder­kündi­gungs­recht für Immobilien­finan­zierungen oder Baufinanzierungen gemäß § 489 BGB haben Sie die Möglichkeit, das Darlehen 10 Jahre nach Vollauszahlung mit einer Kündigungsfristvon 6 Monaten ohne Zahlung einer Vorfälligkeits­entschädigung zu kündigen.

Sicherlich sollten Sie die Bank, bei der Sie die Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung abgeschlossen haben, darüber in Kenntnis setzen, dass Sie eine Auflösung des Darlehensvertrags gemäß Sonder­kündi­gungs­recht § 489 BGB anstreben. Es ist dann die Entscheidung der bisher finanzierenden Bank, ob diese Ihnen ein Angebot für eine Anschluss­finanzierung vor Ablauf der Zinsbindung unterbreitet. Auch dieses Angebot sollten Sie sorgfältig prüfen und einen Baugeldvermittler, wie z.B. DTW, mit der Suche nach einem passenden und günstigen Angebot für eine Anschussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen beauftragen. Diese Dienstleistung ist für Sie, zumindest bei Immobilien­finan­zierung.de, dem Portal von DTW, ohne Mehrkosten verbunden. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob Sie eine Anschluss­finanzierung bei Ihrer bisherigen Bank, falls diese Ihnen ein Angebot unterbreitet, oder bei einem neuen Darlehensgeber abschließen möchten.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten darf, kann und möchte. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Dennis schrieb am 29.07.2014

Sie schreiben "Jedem Darlehensnehmer einer Baufinanzierung, bei dem für einen bestimmten Zeitraum ein fester Zinssatz vereinbart ist, steht es zu, den Darlehensvertrag seiner Immobilien­finan­zierung nach 10 Jahren ganz oder nur teilweise kostenfrei zu kündigen"

Gerne würde ich mich diesbezüglich mit Ihnen in Verbindung setzen um unser Darlehen umzuschulden, nach meinen Informationen kann man aber das Darlehen zwar nach 10 Jahren kündigen, allerdings kann die Bank dann Vorfälligkeits­entschädigung verlangen. Auch im Gesetzes Text steht nichts von "kostenlos"... Woher stammt diese Interpretation? Gibt es Urteile?!

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 04.08.2014

Sehr geehrter Dennis,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Bei der Kündigung einer Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung nach § 489 BGB kann die Bank grundsätzlich keine Vorfälligkeits­entschädigung verlangen. Bei Zinsfestschreibungen von über zehn Jahren und festgeschriebenem Sollzins besteht nach Ablauf von zehn Jahren die Möglichkeit, ohne Vorfälligkeits­entschädigung mit Sechs-Monats-Frist nach Vollauszahlung die Baufinanzierung zu kündigen. Der Gesetzgeber will, dass die Vorschriften des § 489 BGB ausschließlich dem Schutz des Darlehensnehmers dienen. Es darf somit nicht zu Ungunsten des Darlehnsnehmers, sondern allenfalls zugunsten des Darlehensnehmers einer Immobilien­finan­zierung davon abgewichen werden. Unzulässig wäre somit, die Fristen zu Ihren Lasten zu verlängern oder eine Kündigung der Baufinanzierung mit einer Vorfälligkeits­entschädigung zu erschweren. Mit einer Vorfälligkeits­entschädigung würde der Darlehensgeber Ihr
Sonder­kündi­gungs­recht zu beschneiden. Nutzt ein Darlehensnehmer einer
Baufinanzierung das Recht auf entschädigungsfreie Sondertilgungen gemäß § 489 BGB während des laufenden Darlehensvertrages darf der Darlehensgeber keine Vorfälligkeits­entschädigung verlangen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen oder ein unverbindliches Finanzierungsangebot unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim

Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

David schrieb am 16.07.2014

Hallo wir haben vor 10 Jahren eine Darlehens Finanzierung für eine Eigentumswohnung mit einer 10 jährigem Zinsbindung abgeschlossen die am 1.5.2015 endet. Wir haben uns zu früh für eine Nachfinanzierung von einem unabhängigen Berater überreden lassen. Diese beginnt wenn der alte endet. Nun haben wir uns ein haus gekauft und dieses bei einer anderen Bank finanziert. Die Wohnung wollen bzw. Müssen wir verkaufen. Da wir in der Kündigungsfrist für den ersten Vertrag liegen wollen wir diesen kündigen. Doch nun sollen wir für die Nachfinanzierung eine Vorfälligkeits­entschädigung für diesen ,der auch 10 Jahre laufen sollte, zahlen. Ist das richtig oder können wir das noch abweisen?
Vielen Dank im voraus

Udo Hirschinger antworte am 17.07.2014

Sehr geehrter David,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Baufinanzierung.

Allgemein gilt für das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB:

Jedem Darlehensnehmer einer Baufinanzierung, bei dem für einen bestimmten Zeitraum ein fester Zinssatz vereinbart ist, steht es zu, den Darlehensvertrag seiner Immobilien­finan­zierung nach 10 Jahren ganz oder nur teilweise kostenfrei zu kündigen. Die 10-Jahresfrist beginnt ein Tag nach dem das Baudarlehen vollständig an den Darlehensnehmer ausgezahlt wurde (vollständiger Empfang des Darlehens; §187 Abs. 1 BGB).

Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Um diese zu leisten, müssten wir genaue Details über die Vertragsverhältnisse zwischen Ihnen, Ihrem unabhängigen Berater und Ihren Banken kennen. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Ihr Team von DTW-Immobilien­finan­zierung aus Mannheim

Alexander schrieb am 16.07.2014

Guten Abend,

ich habe eine Frage zu den 6 Monaten Kündigungsfrist nach Ablauf der 10 jährigen Zinsbindung bei einer Immobilien­finan­zierung.

Fiktives Beispiel: Das Darlehen wurde am 01.02.2005 ausgezahlt, so hätte man ab dem 01.02.2015 das Recht den Vertrag mit einer Frist von 6 Monaten kostenlos (ohne Vorfälligkeits­entschädigung) zu kündigen, also zum 31.07.2015 bzw. 01.08.2015 (der genaue Tag ist nicht entscheidend). Der Plan wäre nun die gesamte Restschuld dann auf einen Schlag zu bezahlen, deshalb die Kündigung des Vertrages.

Was passiert nun aber genau in diesen 6 Monaten?

In den ersten 10 Jahren hat man ja die Raten entsprechend dem vereinbarten und für die Zeit festgelegten Zins bezahlt, diese Bindung läuft nach 10 Jahren aus, zahlt man für die Dauer der Kündigungsfrist die Raten mit dem alten Zinssatz weiter? Wenn nicht, was für einen neuen Zinssatz darf die Bank nun für dieses halbe Jahr nehmen? Oder zahlt man dann in diesen 6 Monaten gar nichts mehr / keine Raten an die Bank, da nach Kündigung die gesamte Restschuld sowieso fällig wird?

Wie werden solche Fälle in der Praxis gehandhabt? Das müsste ja an sich jeden Darlehensvertrag betreffen, der nach 10 Jahren entsprechend gekündigt wird (mit der Frist von 6 Monaten).

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander

Udo Hirschinger antworte am 17.07.2014

Sehr geehrter Alexander,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

In der Praxis zahlen Sie bis zum Ende der Kündigungsfrist der Immobilien­finan­zierung die mit Ihrem Darlehensgeber vereinbarte Rate. Der vereinbarte Sollzinssatz verändert sich nicht bis zum Ende der Kündigungsfrist. Am Ende der Kündigungsfrist wird die Restschuld der Baufinanzierung komplett fällig.

Sollten Sie nach Ende der Kündigungsfrist das Darlehen nicht zurückführen, wird der Darlehensgeber einen sogenannten "Tageszinssaz" für die
Restschuld in Rechnung stellen, bis das Darlehen vollständig zurückgeführt ist.

Für Ihre Fragen nehmen sich die Baufinanzierungsberaterinnen und Berater von DTW gerne Zeit für Sie.

Mit freundlichen Grüße aus Mannheim

Udo Hirschinger

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche
Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

Julia schrieb am 09.07.2014

Hallo,
wir wollen ein Darlehen für unseren Grundstückskauf aufnehmen. Wir haben verschiedene Angebote. Die Bank A bietet ein Darlehen über 10 Jahre an und Bank B ein Darlehen mit einem Sollzinsbindungszeitraum von 15 Jahren.
Die Bank A hat gemeint es ist gar nicht garantiert sein kann, dass Bank B 15 Jahre den Zins einhält, da diese auch nach 10 Jahren vom Kündigungsrecht Gebrauch machen können und 15 Jahre nur über einen zusätzlichen Bausparvertrag möglich wäre.
Bank A meinte wir müssten dann wieder eine Anschluss­finanzierung mit neuem Zinssatz machen wenn Bank B nach 10 Jahren kündigt...Hat die Bank B das Recht dazu?
Können Sie uns hierzu aufklären, ob das stimmen kann oder das nur aussagen im Konkurrenzkampf ist.
Viele Grüße
Julia

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 09.07.2014

Sehr geehrte Julia,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Das Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB bezieht sich ausschließlich auf den Darlehensnehmer. Der Darlehensnehmer einer Baufinanzierung kann nach 10 Jahren nach Vollauszahlung eines Baufdarlehens mit fester Sollzinsbindung und festgeschriebenem Sollzins das Darlehen mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen. Der Darlehensgeber einer Immobilien­finan­zierung ist allerdings an den Kreditvertrag gebunden und hat kein Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB. Wenn Sie für Ihre Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung ein Annuitäten­darlehen mit einer Sollzinsbindung von 10 Jahren und länger abschließen, ist die Bank an den Kreditvertrag mit Ihnen gebunden und hat diesen auch zu erfüllen. Selbstverständlich gibt es Baufinanzierungen mit einer Sollzinsbindung von 15 Jahren und länger. Bei DTW-Immobilien­finan­zierung erhalten Sie z.B. Baugeld mit bis zu 30 Jahren Sollzinsbindung. Somit ist es möglich, Zinssicherheit bis zur vollständigen Tilgung der Baufinanzierung zu erhalten. Trotzdem können Sie jederzeit, 10 Jahre nach Vollauszahlung der Baufinanzierung, das Annuitäten­darlehen ganz oder teilweise kündigen. Sie verbinden Flexibilität mit gleichzeitiger Zinssicherheit.

Ganz ehrlich gesagt, ist es möglich dass Bank A Ihnen eine Baufinanzierung verkaufen will und zusätzlich einen Bausparvertrag. Ein Bausparvertrag bringt der Bank eine attraktive Provision und wird aus dem Grund sehr gerne zusätzlich zu einer Immobilien­finan­zierung mit einem Annuitäten­darlehen verkauft. Für Baufinanzierungen mit einer Sollzinsbindung von 15 Jahren oder länger gibt es sehr attraktive Angebot mit absolut transparenten Kosten. Eine Bausparkombifinanzierung ist leider in vielen Fällen nicht sonderlich kostentransparent.

Es ist die Frage, ob es sinnvoll ist, ein Grundstück mit einem Annuitäten­darlehen mit Festzinsbindung zu finanzieren. Wann möchten Sie mit der Bebauung des Grundstücks beginnen?

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

Julia antworte am 10.07.2014

Sehr geehrter Herr Müller,
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Verwundert hat mich das ganze als die Bank A den Bausparvertrag zwar angesprochen hat jedoch gesagt dass es für den Grundstücksdarlehen keinen Sinn macht da es sich um ein Darlehen von nur 70.000 euro handelt. Bei dem Darlehen für unser Bauvorhaben wäre das relevanter meinte er.
das würde bedeuten, dass wir sehr wohl mit dem Angebot mit 15 Jahren kein Risiko eingehen dass in 10 Jahren unser Vertrag gekündigt wird.

Macht eine Festzinsbindung nicht Sinn wenn wir erst in ca 1,5 Jahren mit dem Bau anfangen wollen?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Grüsse Julia

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 10.07.2014

Sehr geehrte Julia,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie haben recht, das Ordentliche Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB bezieht sich auf den Darlehensnehmer einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung und nicht auf den Darlehensgeber. Bei einer Sollzinsbindung von mehr als 10 Jahren und einem festen Sollzinssatz habe Sie ein Sonder­kündi­gungs­recht unter den oben beschriebenen Voraussetzungen, der Darlehensgeber, bzw. die Bank, allerdings nicht. Die finanzierende Bank einer Baufinanzierung muss sich an den mit Ihnen geschlossenen Darlehensvertrag halten. Selbstverständlich hat die Bank ein Recht auf ausserordentliche Kündigung des Darlehensvertrages Ihrer Immobilien­finan­zierung, dieses aber nur, wenn Sie z.B. Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Insbesondere bei einem sehr niedrigen Zinsniveau beim Baugeld, wie zur Zeit, ist bei einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung die Wahl einer Sollzinsbindung von länger als 10 Jahren oftmals empfehlenswert. Sie sollten sich die Frage stellen, wie wichtig Ihnen Zinssicherheit und Kalkulationssicherheit ist. Ein Beratungsgespräch mit einem Baugeldvermittler, wie DTW ist hierfür sicherlich sinnvoll.

Zu Ihrer zweiten Frage: Ist die Finanzierung eines Grundstücks über ein Baudarlehen mit fester Sollzinsbindung sinnvoll, wenn Sie erst in ca. 1,5 Jahren mit der Bebauung beginnen werden?

Wenn Sie jetzt zur Finanzierung des Grundstückkaufs eine Baufinanzierung mit einer festen Sollzinsbindung abschließen, wird die finanzierende Bank zur Absicherung des Grundschulddarlehens im Grundbuch eine Grundschuld eintragen lassen. Diese Grundschuld belegt dann den 1. Rang in der Abteilung 3 des Grundbuchs. Ich gehe davon aus, dass Sie für den Hausbau ein weiteres Baudarlehen benötigen. Ist dieses so, sind Sie bei der Wahl des Finanzierungspartners Ihrer Baufinanzierung sehr eingeschränkt. Der 1. Rang im Grundbuch ist durch die Immobilien­finan­zierung für das Grundstück belegt. Somit muss ein weiteres Annuitäten­darlehen nachrangig im Grundbuch eingetragen werden. Im Falle einer Zwangsversteigerung werden die Gläubiger in der Reihenfolge, in der sie im Grundbuch eingetragen werden, bedient. Somit ist es für den Darlehensgeber eine Baufinanzierung nicht attraktiv, ein Baudarlehen mit einer Absicherung im 2. Rang im Grundbuch zu vergeben. Viele Banken vergeben keine Baudarlehen, wenn sie nicht den ersten Rang im Grundbuch erhalten. Andere Kreditgeber verlangen für eine Baufinanzierung mit einer sogenannten Vorlast deutlich höhere Darlehenszinsen als bei einer Baufinanzierung mit einer Absicherung im 1. Rang des Grundbuchs. Somit ist für Sie die Auswahl an potentiellen Darlehensgebern für die Hausfinanzierung eingeschränkt und Sie haben eine deutlich schlechtere Verhandlungsposition. Der Darlehensgeber, der das Grundstück finanziert hat und den ersten Rang im Grundbuch belegt, wird Ihnen für die Finanzierung des Hausbaus sicherlich keine besonders attraktiven Zinsen anbieten. Er weiss, dass Ihre Verhandlungsposition nicht die allerbeste ist.

In vielen Fällen ist die Finanzierung des Grundstücks über ein variables Baudarlehen empfehlenswert. Sie können dann in aller Ruhe einen Darlehensgeber für das Grundstück und den Hausbau suchen, der dann die gesamte Immobilien­finan­zierung begleitet. Dieser Darlehensgeber löst dann das variable Darlehen ab und erhält den ersten Rang im Grundbuch. Somit haben Sie gegenüber potentiellen Darlehensgebern für Ihre Baufinanzierung eine sehr gute Verhandlungsposition. Bei variablen Darlehen besteht ein Zinsänderungs­risiko. Somit ist es sinnvoll, die aktuelle Zinsentwicklung zu beobachten. Hierbei ist der Zinskommentar von DTW-Immobilien­finan­zierung (https://www.immobilienfinan... hilfreich. Sie können das variable Darlehen jederzeit mit einem Annuitäten­darlehen mit fester Sollzinsbindung ablösen. Dieses Baudarlehen sollte dann aber für die Finanzierung des Grundstücks und für den Hausbau genutzt werden. Achten Sie bei Ihrer Immobilien­finan­zierung auf eine möglichst lange Zeit ohne Bereitstellungs­zinsen. Hierfür gibt es sehr gute Angebote am Markt. Ein Baugeldvermittler wie DTW kann für Sie ein passendes Angebot ermitteln. Ein variables Baudarlehen ist meistens mit einer Abschlussgebühr von ca. 1% der Darlehenssumme verbunden. Das kann sich allerdings durch die gesparten Zinsen bei der Finanzierung des Hausbaus mehr als lohnen. Für Ihre Fragen nehmen sich die Baufinanzierungsberaterinnen und Berater von DTW gerne Zeit für Sie.

Mit freundlichen Grüße aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit
beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

Julia antworte am 11.07.2014

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen vielen Dank für die ausführliche Erklärung und die Zeit die Sie sich genommen haben. Ihre Antwort gibt mir einen klaren Blick auf den Zusammenhang der Gesamtsituation und einen neuen Denkanstoß. Wir werden uns für die 15 Jahre entscheiden um ein Zinssicherheit zu bekommen und wissen nun, dass die Bank auch wirklich daran gebunden ist solange wir keine außerordentliche Kündigung verursachen.

Beste Grüße
Julia

Stephan schrieb am 03.07.2014

Hallo,
wir haben im Juni 1996 ein Immobiliendarlehen mit 10-jähriger Zinsbindung zur Finanzierung einer Wohnung aufgenommen. Für diesen Vertrag wurde im Juni 2006 eine Konditionsanpassung für weitere 10 Jahre vorgenommen.
Somit steht im Juni 2016 eine erneute Konditionsanpassung an. Ist es möglich, den Vertrag nach Ablauf dieser letzten Zinsbindungsfrist zu kündigen, da ja die neuen Konditionen für die Zeit nach Juni 2016 bereits kurz vor Ablauf der 10 Jahre mit der Bank vereinbart werden müssen bzw. gelten für die 6-monatige Kündigungsphase gesonderte Konditionen?
Für Ihre Antwort im voraus vielen Dank!

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 04.07.2014

Sehr geehrter Stephan,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie im Juni 2006 eine Anschluss­finanzierung mit festem Sollzinssatz und einer Zinsbindung von 10 Jahren mit Ihrer bisher finanzierenden Bank abgeschlossen. Somit endet im Juni 2016 die Zinsbindung Ihrer Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung. Nach Ablauf der Zinsbindung im Juni 2016 haben beide Vertragspartner, d.h. die finanzierende Bank und Sie als Darlehensnehmer den Vertrag erfüllt. Somit endet das Vertragsverhältnis über die Immobilien­finan­zierung zwischen Ihnen und der Bank mit Ablauf der Sollzinsbindung automatisch. Eine Kündigung des Darlehensvertrages zwischen Ihnen und der finanzierenden Bank ist nicht erforderlich, es gelten somit auch keine Kündigungsfristen. Nach Ablauf der Sollzinsbindung haben Sie vier unterschiedliche Möglichkeiten:

1. Sie zahlen die Restdarlehenssumme Ihrer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung aus Eigenmitteln zurück.

2. Sie vereinbaren mit Ihrer bisher finanzierenden Bank eine Prolongation, d.h. Ihre bisherige Bank ist auch Ihr zukünftiger Darlehensgeber, Sie vereinbaren lediglich einen neuen Sollzinssatz zu dem die Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung weiter geführt wird und eine neue Sollzinsbindung.

3. Sie suchen sich in einem Zeitraum von mindestens sechs bis acht Monaten vor Ende der Sollzinsbindung im Juni 2016 eine günstige Anschluss­finanzierung. Hierbei sollten die die Dienste eines Baugeldvermittlers, wie z.B. DTW-Immobilien­finan­zierung in Anspruch nehmen. Ein Baufinanzierungsvermittler, wie DTW, kann aus dem Angebot zahlreicher Darlehensgeber für die die passende und günstigste Anschluss­finanzierung ermitteln. Das Angebot des Baugeldmittlers können Sie dann auch mit dem Prolongationsangebot Ihrer Hausbank vergleichen.

4. Sie schließen innerhalb der verbleibenden Zeit bis zum Juni 2016 ein Forward-Darlehen ab. Mit einem Forward-Darlehen sichern Sie sich die aktuell äußerst günstigen Zinsen bei Baufinanzierungen und Immobilien­finan­zierungen für die Zukunft. Sie können bei einem Forward-Darlehen schon heute einen Vertrag für Ihrer Anschluss­finanzierung im Juni 2016 mit festem Sollzins und fester Sollzinsbindung abschließen. Ein Abschluss eines Forward-Darlehens bringt Ihnen heute schon Zinssicherheit und Kalkulationssicherheit für die Zukunft, d.h. für die Zeit nach Ablauf der Sollzinsbindung Ihrer Baufinanzierung. Der Zinssatz für ein Forward-Darlehen setzt sich aus dem aktuellen Zinssatz für eine Baufinanzierung und einem sogenannten Forward-Aufschlag zusammen, der davon abhängt, wie lange der Zeitraum bis zum Termin der Anschluss­finanzierung ist. Ob sich ein Forward-Darlehen für Sie lohnt oder nicht, hängt von der zukünftigen Zinsentwicklung ab. Steigen die Zinsen für Baugeld bis zum Zeitpunkt Ihrer Anschluss­finanzierung, ist ein Forward-Darlehen eine sehr gute Entscheidung, sinken sie allerdings wäre abwarten die bessere Entscheidung gewesen. Sie können ein Forward-Darlehen auch als Versicherung gegen steigende Zinsen sehen. Eine Versicherung ist immer mit Kosten verbunden, bringt aber auch entsprechende Sicherheit, in Ihrem Fall Zinssicherheit und Kalkulationssicherheit.

Für Ihre weitern Fragen rund um das Thema Baufinanzierung, Immobilien­finan­zierung, Anschluss­finanzierung oder Forward-Darlehen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Für ein kostenfreies und unverbindliches Angebot stehen die Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung von DTW gerne zur Verfügung, die Sie von Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeitvon 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

Anton schrieb am 01.07.2014

Hallo,
ich habe 2002 einen Hypothekenkredit abgeschlossen. 2007 wurde der Zinssatz für weitere 10 Jahre festgesetzt. Nun Verkaufe ich das Objekt und muss den Vertrag kündigen. Kann ich da das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB anwenden, vorallem weil die Bank mir jeweils nur eine max. Zinsbindug von 10 Jahren angeboten hat. Begründung von der Bank, Zinsbindungen länger als 10 Jahre sind nonsens!!
Danke

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 01.07.2014

Sehr geehrter Anton,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Nach § 489 Abs. 1 Satz 2. gilt folgendes: "[............] wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs."

Wenn Sie 2007 eine Anschluss­finanzierung mit fester Zinsbindung oder festem Sollzinssatz abgeschlossen haben, können Sie das Sonder­kündi­gungs­recht erst 10 Jahre nach Abschluss der Anschluss­finanzierung anwenden. Falls Sie ein neues Objekt im Inland erwerben möchten, gibt es die Möglichkeit des Pfandtauschs. Dies bedeutet, dass das Darlehen bestehen bleibt, die Absicherung des Kredits erfolgt auf dem neuen Objekt.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

FEM schrieb am 26.06.2014

Hallo,
wir planen die Finanzierung unseres Grundstückskaufes durch ein Darlehen mit 30 Jähriger Zinsbindung. Mir ist klar dass wir nach 10 Jahren ein Kündigungsrecht gem. BGB haben. Meine Frage: Besteht dieses Kündigungsrecht turnusmäßig alle 10 Jahre während meiner 30 Jährigen ZB? Sprich, kann ich nach 20 Jahren kündigen wenn ich mein Kündigungsrecht nach 10 Jahren nicht genutzt habe?
Vielen Dank
FEM

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.06.2014

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und
Immobilien­finan­zierung.

Zu Ihrer Frage: Ja, Sie können das Darlehen bei einer Immobilien­finan­zierung mit fester Sollzinsbindung gemäß § 489 BGB 10 Jahre nach Vollauszahlung des Darlehens mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ganz oder teilweise kündigen. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Kündigung der Baufinanzierung nicht „nur nach 10 Jahren“, sondern ab einen Zeitraum von 10 Jahren nach Vollauszahlung innerhalb der Zinsbindung der Immobilien­finan­zierung ganz oder teilweise jederzeit möglich.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

Karin schrieb am 24.06.2014

Hallo,
wir haben 1998 ein Immobiliendarlehen aufgenommen und nach 10 Jahren mit einem Änderungsvertrag nachfinanziert. Die Zinsen sind fest für 15 Jahre. Gilt das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB nun wieder ab 2008 für die Nachfinanzierung oder gilt der alte Vertrag. Kann mir jemand sagen, welcher Vertrag bei Streitigkeiten zugrunde gelegt wird? Der Urvertrag aus 1998 oder der Änderungsvertrag aus 2008. Hoffentlich hat das jetzt jemand verstanden. LG Karin

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.06.2014

Sehr geehrte Karin,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und
Immobilien­finan­zierung.

Unter § 489 BGB Absatz 1, Satz 2 finden Sie folgenden Text:

"(1) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen, [...........] in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; [hier kommt der entscheidende Satz:] wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs."

Nach unserer Sicht können Sie 10 Jahre nach der Vereinbarung der Anschluss­finanzierung das Darlehen mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

P schrieb am 30.05.2014

Hallo,
wir haben im Jahr 2000 zwei Immobiliendarlehen bei der Hypovereinsbank zur Finanzierung unseres Hauses aufgenommen. Für einen Vertrag wurde in 2007 und für den anderen Vertrag in 2010 eine Konditionsanpassung vorgenommen.
Nun haben wir ein Schreiben von der HVB bekommen, dass die HVB Ihre AGB zum 15.07.2014 für alle Konten angepasst. In diesem Schreiben wird auch darauf hingewiesen, dass wir das Recht zur kostenfreien und sofortigen Kündigung haben.
Bei einem Gespräch mit der HVB wurde uns mitgeteilt, dass wir nicht zur Kündigung berechtigt sind, da durch die Konditionsanpassung die 10 jährige Bindungsfrist neu läuft.
Ist dies richtig oder haben wir auch für diese Darlehen ein Sonder­kündi­gungs­recht?
Für eine konkrete Antwort im Voraus vielen Dank!

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 27.06.2014

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Nach Ihrer Beschreibung, so habe ich diese verstanden, hat die HVB die AGBs für alle Konten angepasst. Für Ihre Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung haben Sie allerdings einen Vertrag mit einer festen Sollzinsbindung und für diesen Zeitraum gültigen Darlehens­bedingungen abgeschlossen. Das gleiche gilt für die Anschluss­finanzierungen, die Sie abgeschlossen haben. Für beide Seiten, Darlehensnehmer und Darlehensgeber ist der Darlehensvertrag bindend, ganz unabhängig von Änderungen in den AGBs, die andere Produkte betreffen. Selbstverständlich haben Sie bei allen Verträgen mit einer festen Sollzinsbindung ein Sonder­kündi­gungs­recht nach § 489 BGB.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bittebeachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.)

B. Berger schrieb am 26.03.2014

Hallo!
Wir möchten in nächster Zeit ein Haus bauen und wollen bei einer großen Versicherung Geld in Form eines Kredits leihen. Auf Grund der niedrigen Zinsen möchten wir eine Kreditlaufzeit mit einer Zinsbindung von 30 Jahren wählen. Das ich nach zehn Jahren ein Kündigungsrecht habe ist mir bewusst. Was ich nicht weiß ist, ob die Versicherung ebenfalls ein Kündigungsrecht hat, unter der Voraussicht, dass ich mich als Kreditnehmer an die Vertragsvorgaben halte (z.B. fristgerechte Zahlungen der Abschläge, etc.) Es könnte ja sein, dass der Zins in zehn Jahren deutlich höher liegt als heute und ich dann mit meinem "Minizins" für den Kreditgeber nicht länger lukrativ bin. Ich müsste ggf. einen neuen Kredit zu deutlich ungünstigeren Konditionen abschließen. Ich hoffe Sie verstehen meine Bedenken und können mir eine Antwort geben.

Mit freundlichen Grüßen

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 28.03.2014

Sehr geehrte(r) Frau/Herr Berger,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Zu Ihrer Frage: Bei der Baufinanzierung bietet Ihnen ein Darlehen mit einer Zinsbindung von 30 Jahren Sicherheit und Flexibilität. Nach § 489 BGB haben Sie als Kreditnehmer 10 Jahre nach Vollauszahlung der Immobilien­finan­zierung ein gesetzliches Sonder­kündi­gungs­recht mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten. Sie können dann das Baufinanzierungs-Darlehen ganz oder auch teilweise kündigen. Der Darlehensgeber der Immobilien­finan­zierung auf der anderen Seite hat dieses Sonder­kündi­gungs­recht nicht, d.h. er ist an den Darlehensvertrag mit Ihnen gebunden. Selbstverständlich sollten Sie das Darlehen auch vertragsgemäß bedienen, d.h. die im Vertrag festgeschriebene Annuität (monatliche Zahlung, die Zins und Tilgung des Darlehens beinhaltet) vertragsgemäß zahlen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Sabine schrieb am 27.02.2014

Hallo,

jetzt bin ich gespannt. Ich will eine Baufinanzierung über 20 Jahre vereinbaren. Nach 17 Jahren wird mir eine Lebensversicherung in Höhe von 50.000.-€ ausgezahlt. Kann ich dann immer noch das Sonder­kündi­gungs­recht nach §489 in Anspruch nehmen?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 03.03.2014

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW, zu den Themen Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.
Nach § 489 (1) BGG kann der Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen. Dieses ist mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten nach Vollauszahlung des Darlehens möglich. Eine Teilkündigung in Höhe von 50.000,- € ist somit unter den Voraussetzungen des § 489 BGB möglich.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

Markus antworte am 23.03.2014

Hallo,
ich darf davon ausgehen, dass man bei obigem Beispiel - nach 17 Jahren - auch ganz kündigen kann? Mir erschließt sich nicht konkret, ob eine vollständige Kündigung "nur" nach 10 Jahren nach Vollauszahlung geht oder auch zu jeder Zeit danach - z.B. nach 13, 18 oder gar 23 Jahren (letzteres bei 25-30 Jahre Zinsbindung).

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 28.03.2014

Sehr geehrter Markus,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Baufinanzierung.

Zu Ihrer Frage: Ja, Sie können das Darlehen bei einer Immobilien­finan­zierung gemäß § 489 BGB 10 Jahre nach Vollauszahlung mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ganz oder teilweise kündigen. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Kündigung der Baufinanzierung nicht „nur nach 10 Jahren“, sondern innerhalb der Zinsbindung der Immobilien­finan­zierung jederzeit möglich.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Elisabeth antworte am 06.03.2014

Hallo,
nach 10jähriger Laufzeit eines Darlehns neue Vereinbarung über Konditionsveränderung (Zinshöhe und Laufzeit 5 Jahre bis 2016) abgeschlossen. .
Keine mündliche oder schriftliche Widerspruchsbelehrung erfolgt. Abschluss nach telefonischer Auskunft, keine persönliche Beratung.
Möchte vorzeitig Darlehn ablösen, kann ich wegen fehlender Widerspruchsbelehrung oder fehldendem persönlichen Beratungsgespräch aus dem Vertrag herauskommen.
Wenn nein, muss ich vor Ende der Sollzinsbindung kündigen oder kann ich zu dem Endtag ohne weiteres zurückzahlen u. der Vertrag ist beendet.

Danke im Voraus und Grüße E.

Karin antworte am 24.06.2014

Hallo Elisabeth, darf man erfahren, was sich in Ihrem Fall ergeben hat? Meiner liegt jetzt genauso.... LG Karin

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 28.03.2014

Sehr geehrte Elisabeth,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Baufinanzierung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Ihr Team von DTW-Immobilien­finan­zierung aus Mannheim

Marc Rohrmann schrieb am 10.02.2014

Guten Tag,

Wir haben ein Forward-Darlehen bei einer anderen Bank für einen unserer Finanzierungsbausteine abgeschlossen. Die neue Bank hat uns im Vorfeld auf das Sonder­kündi­gungs­recht hingewiesen und das Datum entsprechend unseres Vertrags benannt. Der frühstmögliche Kümdigungstermin ist der 01.12.2015, Auszahlungsdatum des Forward-Darlehen ist der 31.05.2016. Können wir bereits jetzt das Kündigungsschreiben an unseren derzeitigen Finanzierer unter Benennung des Kündigungsdatums schicken?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 03.03.2014

Sehr geehrter Herr Rohrmann,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.

Sie können das bestehende Darlehen Ihrer Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung frühstens 10 Jahre nach Vollauszahlung, nicht nach Vertragsabschluss (!!), mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. Das Kündigungsschreiben sollten sie rechtzeitig, mindestens sechs Monate vor Ablösung Ihres Darlehens versenden, am allerbesten als Einschreiben mit Rückschein. Ein Versand zum heutigen Zeitpunkt erscheint nicht sonderlich sinnvoll, ist aber durchaus möglich. Sprechen Sie einfach mit der bisher finanzierenden Bank Ihre Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

Sven schrieb am 08.02.2014

Guten Abend,

gem. § 489 Abs. 1 BGB kann das Darlehen nach 10 Jahren ganz oder teilweise gekündigt werden.
Wie funktioniert die teilweise Kündigung? Angenommen 10 Jahre nach Vollauszahlung sind noch 150.000€ Darlehenssumme übrig. Kann ich dann beispielsweise 20.000€ mit 6 Monaten Kündigungsfrist kündigen und das restliche Darlehen normal weiterlaufen lassen? Wenn ja, wann ist dann die nächste Teilkündigung möglich?

Mit freundlichen Grüßen

Sven

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 03.03.2014

Sehr geehrter Sven,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung!

Sie haben absolut recht, das Darlehen kann nach Ablauf von 10 Jahren nach Vollauszahlung der Baufinanzierung mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten ganz oder teilweise gekündigt werden. Sie können also Teilkündigungen vornehmen und das restliche Darlehen der Immobilien­finan­zierung ganz normal weiter laufen lassen. Nach dem Gesetz gibt es keine Begrenzung der Teilkündigungen oder Fristen die zwischen den Teilkündigungen Ihrer Immobilien­finan­zierung liegen müssen.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar. Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.)

Tom schrieb am 15.01.2014

Der Absatz 2 des Paragraphen 489 besagt auc, dass sich der Kündigungszeitpunkt ändert, wenn eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung getroffen wird. In unserem Vertrag ist eine jaehrliche Sondertilgungsrate eingeräumt. Heisst das, dass sich dann der Kündigungszeitpunkt immer bei jeder Sondertilgung nach verschiebt?

2. in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 20.01.2014

Sehr geehrter Tom,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Aus unserer Sicht, so ist es auch in der Praxis, hat ein vom Darlehensgeber einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung eingeräumtes Recht zur Sondertilgung keinen Einfluss auf das ordentliche Recht zur Kündigung des Darlehensnehmers gemäß § 489 BGB. Sie können nach Ablauf von 10 Jahren nach der Vereinbarung einer Anschluss­finanzierung mit festem Sollzinssatz über einen bestimmten Zeitraum den Darlehensvertrag einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung ganz oder teilweise kündigen.

Gerne können Sie sich auch an unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung wenden, die Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Marita schrieb am 07.01.2014

Guten Abend,

mir ist auch nicht so richtig Klar mit den Vorfälligkeitszinsen und dem Sonder­kündi­gungs­recht, es geht um folgendes,

1999 haben wir ein Haus gekauft und der Darlehnsbetrag wurde Jan. 2000 ausgezahlt und lief bis zum 31.10.2004 ( da der Kredit schon am 31.10.1999 bereitgestellt wurde) im Anschluss haben wir um weitere 10 Jahre abgeschlossen, dieser endet am 31.10.2014,nun könnten wir unser Haus zum 15.o4.2014 verkaufen, sodass das Darlehn zu diesem Zeitpunkt vorzeitig getilgt würde, müssen wir nur für diese restlichen 6 Monate Vorfälligkeits­entschädigung an die Bank zahlen? Trifft in diesem Fall auch das Sonder­kündi­gungs­recht in Kraft?

Mit freundlichen Grüßen

Marita

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 20.01.2014

Sehr geehrte Marita,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog zur Baufinanzierung von DTW-Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Gemäß § 489 BGB haben Sie die Möglichkeit, jeden Darlehensvertrag zu einer Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung mit einem gebundenem Sollzinssatz nach 10 Jahren ganz oder nur teilweise kostenfrei zu kündigen. Die 10-Jahresfrist beginnt ein Tag nach dem das Baudfinanzierungsdarlehen vollständig an Sie ausgezahlt wurde (vollständiger Empfang des Darlehens; §187 Abs. 1 BGB). Wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, d.h. eine Anschluss­finanzierung, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs. Für Ihre Anschluss­finanzierung bedeutet dieses, dass Sie erst nach Ablauf von 10 Jahren nach der Vereinbarung einer Anschluss­finanzierung ein Sonder­kündi­gungs­recht für Ihre Baufinanzierung haben. Wollen Sie Ihre Immobilien­finan­zierung vor Ablauf der Zinsbindungsfrist von 10 Jahren kündigen, darf die finanzierende Bank eine Vorfälligkeits­entschädigung verlangen. Falls Sie ein neues Objekt erwerben, könnten Sie alternativ im Rahmen eines Pfandtauschs das Darlehen zu Ihrer Immobilien­finan­zierung auf das neue Objekt übertragen. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Käufer Ihres Hauses die Baufinanzierung im Rahmen eines Schuldnerwechsels übernimmt.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Möchten Sie das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB in Anspruch nehmen, so müssen Sie eine Kündigungsfrist von sechs Monaten einhalten.

Rsiner schrieb am 15.12.2013

Guten Tag,
wenn ich mein Baudarlehen, welchen auf 15 Jahre abgeschlossen wurde, nach Ablauf von 10 Jahren (01.05.2016) kündige, kann dann die Bank eine Vorfälligkeits­entschädigung verlangen? Ein Verlängerung kann nicht stattfinden, da die Bank für die Folgezeit keine Darlehensgeschäft mehr hat.
Mfg
Rainer

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 16.12.2013

Sehr geehrter Herr Rsiner.,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Bei Sollzinsbindungen mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren besteht nach Ablauf dieser zehn Jahre die Möglichkeit, ohne Vorfälligkeits­entschädigung mit einer sechs monatigen Frist zu kündigen. Die Zehnjahresfrist beginnt ab dem Datum des vollständigen Empfangs des Darlehens.

Gerne stehen Ihnen die Berater von DTW-Immobilien­finan­zierung für weitere Fragen zur Verfügung.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Stefan G. schrieb am 06.12.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

vorab ein Lob für die sehr informativen Antworten auf die gestellten Fragen. Ich hätte folgendes Anliegen:

Unsere Darlehenssumme wurde am 26.09.2005 ausgezahlt, wir haben eine Laufzeit und Sollzinsbndung über 20 Jahre. Gemäß einem Schreiben des Darlehensgebers ist nach §489 BGB eine Rückzahlung des Darlehens oder eine Zinsanpassung (diese hatte ich angefragt) frühestens zum 26.09.2016 möglich, was in meinen Augen eine Falschauslegung des Paragraphen darstellt.

Ich bitte um Bestätigung bzw. Erklärung, wie die Darlehensgeber auf dieses Datum kommt.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan G.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 20.01.2014

Sehr geehrter Stefan,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog zur Baufinanzierung von DTW-Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Gemäß § 489 Abs. 1 BGB kann der Darlehensnehmer einen Darlehensvertrag einer Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen, in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten. Wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs. Wir können es nicht nachvollziehen, warum Ihr Darlehensgeber einer Rückzahlung oder Zinsanpassung des Darlehens erst nach Ablauf von 11 Jahren zustimmen möchte. Hierfür müsste man den Darlehensvertrag genau analysieren und wissen, wann das Darlehen vollständig, d.h. die letzte Rate ausgezahlt war.

Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei einer Verbraucherzentrale.

Gerne stehen Ihnen für Ihre Fragen auch unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung zur Verfügung, die Sie Montag bis Freitag unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Stefan schrieb am 11.11.2013

Guten Tag,
ich verstehe die Sache mit den 6 Monaten Kündigungsfrist nicht.

Kündigungsfristen gelten doch sonst immer VOR dem Termin (ZEITUNGSABO: 1 Monat vor Ablauf, HANDVERTRAG: 3 Monate vor Ablauf der 24-monatigen Vertragslaufzeit usw.) - wieso hier dann hinten dran, also Vertragsende nicht nach 10, sondern nach 10,5 Jahren? Ich dachte, ich kann 6 Monate vorher kündigen, nicht, dass die Kündigung eine 6-monatige "Nachlauffrist" hat.

Stefan

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 11.11.2013

Sehr geehrter Stefan,
vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung!

Nach § 489 besteht nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang des Darlehens für eine Immobilien­finan­zierung oder Baufinanzierung ein ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs.

Die Regelung, dass eine Baufinanzierung oder Immobilien­finan­zierung mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten nach Ablauf der 10 Jahre gekündigt werden kann ist vom Gesetzgeber gewollt. Warum das Gesetz in der bestehenden Fassung so verabschiedet wurde können wir leider nicht beantworten.

Gerne können Sie sich auch an unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung wenden, die Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen von DTW-Immobilien­finan­zierung aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Anja. B. schrieb am 23.10.2013

Guten Abend,
Wir haben am 28.10.2003 einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Das Darlehen wurde am 30.11.2003 vollständig abgerufen. Die 10 jährige Zinsbindung endet am 30.11.2013. Das Darlehen kann dann am 30.11.2013 zum 30.04.2014 gekündigt werden. Die Bank ist im Grundbuch eingetragen (Grundschuld).
Nun möchten wir unser Haus verkaufen (Verkauf wäre zum 01.01.2014). D.h. wir werden die
6-monatige Kündigungsfrist nur zum Teil einhalten können. Welche Auswirkung hat dies auf die Vorfälligkeits­entschädigung? Wird diese anteilig angerechnet?

Vielen Dank und viele Grüße,
Anja B.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrte Dame,

verstehe ich Sie richtig, dass Sie am 28.10.2003 einen Darlehensvertrag für eine Baufinanzierung mit einer Zinsfestschreibung von 10 Jahren abgeschlossen haben? Wenn dieses so ist, können Sie nach Ablauf der 10 Jahre Zinsbindung das Darlehen ohne Zahlung einer Vorfälligkeits­entschädigung jederzeit zurückzahlen. Eine Kündigung ist nicht erforderlich. Haben Sie allerdings eine Immobilien­finan­zierung mit einer Zinsbindung von mehr als 10 Jahren abgeschlossen, können Sie erst zum 30.05.2014, nach Ablauf der Kündigungsfrist von sechs Monaten, das Darlehen kündigen.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort die subjektive Meinung des Verfassers beinhaltet. Ohne genaue Kenntnisse der Verträge zwischen Ihnen und der finanzierenden Bank ist keine umfassende Antwort auf Ihre Frage möglich. Für eine umfassende Beratung empfehlen wir Ihnen den Besuch bei einem Fachanwalt oder einer Verbraucherzentrale.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Ihre DTW-Immobilien­finan­zierung

Christoph Müller

Stephan schrieb am 19.10.2013

Hallo!
Wie ist der Wortlaut des §489 Abs.1, Nr.2 (zweiter Halbsatz!!!) BGB "...; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs." zu interpretieren?

Ich habe nämlich folgenden Dissens mit der Bank:
Aus meiner Sicht ist aufgrund der Formulierung der Zeitpunkt der Vereinbarung, d.h. die gegenseitige Unterzeichnung des Forwarddarlehens der maßgebliche Zeitpunkt. Die Bank hingegen, stellt auf den Zeitpunkt der neuen Zinsbindung ab und teilt mit, dass das im Gesetzestext lediglich etwas irreführend formuliert ist.
Der Fall gestaltet sich konkret wie folgt:
- Darlehensabschluss in 2001 mit 5-jähriger Zinsbindung bis 31.5.2005.
- Forwarddarlehen am 15.11.2003 vereinbart mit neuer Zinsbindung ab 01.06.2005 (für 10 Jahre, d.h. bis 31.05.2015).
Aus meiner Sicht ist damit der maßgebliche Zeitpunkt der 15.11.2003 und die 10 Jahre damit im November 2013 rum, die Bank legt jedoch den 01.06.2005 zu Grunde und sieht die 10 Jahre damit erst am 01.06.2015 als gegeben an.

Für eine schnellstmögliche Rückmeldung bereits vorab vielen Dank!!!

Hanno antworte am 22.01.2014

Habe die Anfrage von Stefan mit Interessse gelesen leider gab es keine geeignete Antwort. Wir haben den selben Dissens mit der Bank und sind gewillt zu klagen . Würde mich natürlich interssieren welche Erfahrungen es bereits gibt. Hanno

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 23.01.2014

Sehr geehrter Hanno,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung!

Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen und Wissenswertes rund um die Baufinanzierung und Immobilien­finan­zierung.
Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW-Immobilien­finan­zierung keine Rechtsberatung zur Baufinanzierung anbieten kann. Eine Stellungnahme zu Rechtstreitigkeiten zwischen Ihnen und Ihrer Bank können und möchten wir nicht abgeben. Um dieses zu leisten, müssen wir genaue Details über das Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Bank kennen. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder einer Verbraucherzentrale.

Wir bitten um Ihr Verständnis und verbleiben mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Baufinanzierung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Ihr Team von DTW-Immobilien­finan­zierung aus Mannheim

Hartmut schrieb am 26.09.2013

Hallo, wir haben vor 10 Jahren ein Volltilgerdarlehen über 20 Jahre abgeschlossen.

Also: Zinsbindung 20 Jahr; Volle Tilgung über diese 20 Jahre.

Habe ich dennoch ein Sonder­kündi­gungs­recht nach 10 Jahren? Und ist dieses kostenfrei?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

aus unserer Sicht haben Sie ein Sonder­kündi­gungs­recht. Bitte beachten Sie, dass die 10-Jahresfrist ein Tag nach dem das Baudarlehen vollständig an den Darlehensnehmer ausgezahlt wurde beginnt (vollständiger Empfang des Darlehens; §187 Abs. 1 BGB).

Gerne können Sie sich auch an unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung wenden, die Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Lenart schrieb am 20.08.2013

Guten Tag,

wir haben am 20.7.2001 einen Darlehensvertrag auf 10 Jahre abgeschlossen. Im Juni 2005 haben wir diesen auf 15 Jahre verlängert. Auslauf des Zinsbindung somit Juli 2015.

Kann der Vertrag jetzt gemäß § 489 trotzdem gekündigt werden oder gilt als Beginn Juni 2005?

Bitte um schnelle Antwort.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 28.08.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung!

Eine eindeutige Antwort auf Ihre Frage können wir leider nicht geben. Hierzu müssten wir alle Einzelheiten Ihres Vertrages sowie die zwischen Ihnen und Ihrem Darlehensgeber getroffenen Vereinbarungen kennen.

Grundsätzlich gilt jedoch folgendes: Wenn nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung getroffen wird, tritt dieser Zeitpunkt der Vereinbarung an die Stelle des Empfangs. In Ihrem Fall würde das bedeuten, dass Sie erst im Juli 2015, unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist, kündigen können.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Frank L. schrieb am 09.08.2013

Hallo,
meine erst Finanzierung über 10 Jahre ist am 31-11-2012 ausgelaufen. Ich hatte dann eine Anschluss­finanzierung mit neuem, niedrigerem Zinssatz über zunächst weitere 5 Jahre bis 31-12-2016 abgeschlossen. Werden die ersten 10 Jahre beim Sonder­kündi­gungs­recht berücksichtigt?
Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Gruß
Frank L.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung!

Eine eindeutige Antwort auf Ihre Frage können wir leider nicht geben. Hierzu müssten wir alle Einzelheiten Ihres Vertrages sowie die zwischen Ihnen und Ihrem Darlehensgeber getroffenen Vereinbarungen kennen.

Grundsätzlich gilt jedoch folgendes: Wenn nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung getroffen wird, tritt dieser Zeitpunkt der Vereinbarung an die Stelle des Empfangs. In Ihrem Fall würde das bedeuten, dass für Ihre Anschluss­finanzierung, die Sie über 5 Jahre Zinsbindung abgeschlossen haben, kein Sonder­kündi­gungs­recht besteht.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Christoph Müller

Johannes G. schrieb am 23.07.2013

Hallo,
und zunächst ein Kompliment für Ihre sehr informative Seite!
Wir haben ein Immobilien-Darlehen über 15 Jahre abgeschlossen, aber auch dafür gilt ja das Sonder­kündi­gungs­recht nach 10 Jahren (in unserem Fall also im Herbst 2013). Nun haben wir aber vor drei Jahren (2010) in Absprache mit der Bank den Tilgungssatz erhöht, weil wir mehr abzahlen können.
Hat sich nun womöglich von dort an die Laufzeit wieder um 10 Jahre verlängert? Das wäre ja schrecklich!
Freundliche Grüße
Johannes G.

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 25.07.2013

Sehr geehrter Herr G.,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung!

Nach unserem Kenntnisstand beginnt das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 nur dann von Neuem, wenn eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder des Sollzinssatzes getroffen wird. Sollten Sie in Ihrem Darlehensvertrag zudem einen Tilgungssatzwechsel vereinbart haben, ist dieser Bestandteil des Vertrages und hat generell keine Auswirkung auf das Sonder­kündi­gungs­recht.

Gerne stehen Ihnen die Berater von DTW-Immobilien­finan­zierung für weitere Fragen zur Verfügung.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Bernd B. schrieb am 24.06.2013

schönen guten morgen,
meine frage lautet:
meine "ex"(freundin) und ich haben drei kredite zur immobilienfinanzierung auf beiden namen laufen. ein kredit ist im dezember letzten jahres ausgelaufen und von meiner ex gezahlt worden.
ich versuchte mehrfach, aus der haft entlassen zu werden. dies lehnte die bank stets ab. wie jedes jahr, stellte ich auch kürzlich einen antrag. jetzt heist es, es bedarf der zustimmung meiner "ex", dass ich aus der haft entlassen werde.
meine ex hingegen (behauptet) sie hätte ebenso versucht, dass die bank mich aus der haft entlässt. eine umfinanzierung sei durch die gebührenerhebung der hausbank zu teuer.
kann das sein, dass nach §489 BGB zwar aus der der finanzierung entlassen werden kann, aber die bank zinsaufälle und gebühren erhebt.
wie komme ich aus diesem vertrag heraus. ich möchte gerne selber bauen und bekomme keinen kredit!
vielen dank

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog von DTW-Immobilien­finan­zierung. Gerne informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Baufinanzierung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass DTW keine Rechtsberatung zur Immobilien­finan­zierung anbieten kann. Wir empfehlen Ihnen eine Rechtsberatung bei einem fachkundigen Anwalt oder bei der Verbraucherzentrale.

Ihr Team von DTW-Immobilien­finan­zierung aus Mannheim

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Andreas W schrieb am 24.06.2013

Hallo,

wir haben im Mai 2001 eine Baufinanzierung abgeschlossen und am 01.Juni.2001 das Geld ausgezahlt bekommen. Nach 10 Jahren haben wir unsere Zinsen für die nächsten 10 Jahre angepasst. Können wir jetzt auch noch kündigen, oder müssen wir wieder 10 Jahre warten und erst dann kündigen?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 30.10.2013

Sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse am Blog zur Baufinanzierung & Immobilien­finan­zierung von DTW!

Eine eindeutige Antwort auf Ihre Frage können wir leider nicht geben. Hierzu müssten wir alle Einzelheiten Ihres Vertrages sowie die zwischen Ihnen und Ihrem Darlehensgeber getroffenen Vereinbarungen kennen.

Grundsätzlich gilt jedoch folgendes: Wenn nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung getroffen wird, tritt dieser Zeitpunkt der Vereinbarung an die Stelle des Empfangs. In Ihrem Fall würde das bedeuten, dass Sie erst 2021, unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist, kündigen können.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

Dennis J. schrieb am 21.06.2013

Hallo,

wir haben im Januar 2004 den Darlehensvertrag abgeschlossen. Meine Frage lautet: habe ich die Möglichkeit, bereits im Juli von meinem Sonder­kündi­gungs­recht Gebrauch zu machen, da der Vertrag ja dann zum Januar 2014 gekündigt würde und die 10-Jahres-Frist verstrichen wäre, oder kann ich die Kündigung erst im Januar, dann zum Juli 2014 schreiben?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 21.06.2013

Sehr geehrter Herr J.,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Der § 489 des BGB sieht vor, dass Darlehen nach Vollauszahlung und einer 10 jährigen Zinsbindung unter Einhaltung einer 6 monatigen Kündigungsfrist umgeschuldet oder zurückgeführt werden dürfen. Ein Beispiel:

Sie haben am 15.01.2004 einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Das Darlehen wurde am 31.05.2004 vollständig abgerufen. Die 10 jährige Zinsbindung endet am 31.05.2014. Das Darlehen kann dann am 31.05.2014 zum 30.11.2014 gekündigt werden.

Gerne stehen Ihnen die Berater von DTW-Immobilien­finan­zierung für weitere Fragen zur Verfügung.

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

DTW | Immobilienfinanzierung schrieb am 22.02.2013

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung und Ihre Frage!

Aus unserer Sicht handelt es sich bei den vier Einzeldarlehen um eigenständige Darlehensverträge. Ist dieses korrekt, gilt für jedes einzelne Darlehen Ihrer Immobilien­finan­zierung das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB. Somit haben Sie die Möglichkeit, jeden Darlehensvertrag nach 10 Jahren ganz oder nur teilweise kostenfrei zu kündigen. Die 10-Jahresfrist beginnt ein Tag nach dem das Baudarlehen vollständig an Sie ausgezahlt wurde (vollständiger Empfang des Darlehens; §187 Abs. 1 BGB).

Möchten Sie das Sonder­kündi­gungs­recht gemäß § 489 BGB in Anspruch nehmen, so müssen Sie eine Kündigungsfrist von sechs Monaten einhalten.

Bei einer Anschluss­finanzierung ist es sinnvoll, alle Darlehen zu einem Termin umzuschulden. Somit gibt es keine Vorlasten im Grundbuch, was die Auswahl der möglichen Finanzierungspartner deutlich erhöht.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

TRaider schrieb am 22.02.2013

Hallo,

wir haben unsere DHH im Jahr 2007 bauen lassen. Dazu haben wir bei einer Bank eine Immobileinfinanzierung aufgenommen. Dieses Darlehn ist in 4 einzelne aufgesplittet worden durch die Bank!

Hauptdarlehn Vollauszahlung 03.09.2007
Zufinanzierungsdarlehn Vollauszahlung 03.04.2008
KFW Darlehn Nr. 1 Vollauszahlung 12.09.2007
KFW Darlehn Nr. 2 Vollauszahlung 12.09.2007

Ab wann läuft dann die Frist, jedes Darlehn seperat oder ab Voll-Auszahlung aller 4 Darlehn?

Bitte berücksichtigen alles bei ein und der selben Bank, für ein und das gleiche Bauobjekt!

Gisela Schiratis-Erlat schrieb am 21.02.2013

Ist es zulässig, dass eine Bausparkasse nicht auf die mögliche Kündigung nach 10 Jahren gemäß § 489 BGB hinweist, also die notwendige Vollauszahlung des Darlehens verschweigt?

DTW | Immobilienfinanzierung antworte am 22.02.2013

Sehr geehrte Frau Schiratis-Erlat,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog zur Immobilien­finan­zierung!

Gerne beantworten wir Ihre Frage, benötigen hierzu allerdings noch ein paar Informationen.Handelt es sich bei Ihrem Darlehen und eine Bausparvorfinanzierung oder um ein Bauspardarlehen?

Gerne können Sie sich auch an unsere Beraterinnen und Berater zur Immobilien­finan­zierung wenden, die Sie unter der kostenfreien Rufnummer 0800 11 55 600 Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr erreichen.

Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
Chr. Müller

(Bitte beachten Sie, dass diese Antwort auf Ihre Frage die persönliche Einschätzung des Verfassers widerspiegelt und keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit beinhaltet. Diese Antwort stellt keine Rechtsberatung oder dergleichen dar.)

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