Historische Zinsentwicklung beim Baugeld

Wie Baufinanzierer von der Zinsentwicklung beim Baugeld profitieren können!

„Historisch günstig“, so lautet die Antwort, wenn Experten zur aktuellen Situation rund um das Thema Zinsentwicklung für Baugeld befragt werden. Wie historisch günstig die aktuellen Zinsen für Baugeld wirklich sind, soll am Chart der 10-Jahres-Renditen für Pfandbriefe der vergangen 40 Jahre gezeigt werden. Da sich der Preis für Baugeld an den Zinsen langfristiger Anleihen, wie z.B. den Pfandbriefen, orientiert, sind sie ein guter Anhaltspunkt zur Erläuterung der historischen Zinsentwicklung für Immobilienfinanzierungen.

Im Chart (siehe unten) ist zunächst erkennbar, dass sich die Renditen für Pfandbriefe nach zwei größeren Einbrüchen Mitte der 70er und 80er Jahre mit anschließender Erholung, in einem deutlichen Abwärtstrend befinden. So lagen die Zinsen für Pfandbriefe vor rund 40 Jahren bei etwa 11 % p.a.. Kurz vor der Wiedervereinigung zog das allgemeine Zinsniveau erneut stärker an. So bekamen Anleger vor ca. 20 Jahren rund 9 % p.a Zinsen für 10-jährige Pfandbriefe. Heute erhalten Anleger für einen 10-Jährigen Pfandbrief weniger als 2 % p.a. und damit nicht einmal 1/5 des  Zinssatzes von vor rund 40 Jahren. Da sich die Zinsen für Baufinanzierungen, wie eingangs erwähnt, an den langfristigen Anleihenrenditen orientieren, entwickelten sie sich dementsprechend ähnlich.

Entwicklung der Renditen für 10-jährige Pfandbriefe seit 01.01.1970 ZinsentwicklungQuelle: DekaBank, Emissionsrenditen Öffentlich-Rechtlicher Daueremittenten (Stand: 15.04.2013)

Rückblickende Zinsentwicklung für Baugeld

Ein kurzer Rückblick auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands soll zeigen, wie schnell sich die Zinsentwicklung ändern kann. So trieb die stark ansteigende Inflation in den 60er Jahren, als Deutschland sein Wirtschaftswunder durchlebte, die Renditen für Pfandbriefe in die Höhe. Der anschließende wirtschaftliche Abschwung Anfang der 70er, auch aufgrund des knappen Staatsbudgets Deutschlands, war eine Ursache dafür, dass das allgemeine Zinsniveau um fast die Hälfte einbrach. Erst gegen Ende der 70er Jahre zog das Zinsniveau mit steigender Inflationsrate, u.a. wegen einer starken Verteuerung der Ölpreise, wieder an. Die damalige wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zeigt die Aufwärtsrisiken der zukünftigen Zinsentwicklung. Sobald die Konjunktur in Europa wieder anzieht und die Inflation zunimmt, wird es zu allgemein steigenden Zinsen und damit auch zu steigenden Zinsen für Immobilienfinanzierungen kommen. So rechnen zum Beispiel die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem deutlichen Anziehen der Konjunktur im laufenden und kommenden Jahr. Diese Faktoren beeinflussen die Zinsentwicklung.

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Ein weiteres Risiko für deutliche Zinserhöhungen könnte der Ankauf von Staatsanleihen von Krisenstaaten sein. Die EZB könnte mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Programm unbegrenzt Staatsanleihen von Ländern, wie z.B. Spanien oder Italien, kaufen. Damit könnte ein Zerfall der Euro-Zone umgangen werden. Die Renditen der Staatsanleihen Krisenländer können damit zwar verringert werden, aber Deutschland als größter Schuldner der Euro-Zone müsste für eventuelle Ausfälle in hohem Maße aufkommen. Dies kann die Bonität von Deutschland erheblich beeinträchtigen, was einen Anstieg der Renditen deutscher Staatsanleihen zur Folge hätte und damit auch für die Zinsen bei Immobilienfinanzierungen.

Zwei Fragen, die sich viele Baufinanzierer nun stellen sind: „Wie tief können die Zinsen für Baufinanzierungen überhaupt noch sinken?“ und „Ist es sinnvoll noch länger mit dem Abschluss einer Baufinanzierung zu warten?“. Fakt ist, die Zinsen für Baugeld befinden sich auf ihrem, historisch gesehen, niedrigsten Niveau. Weiteres Potenzial für neue Allzeittiefs bei Konditionen für Immobilienfinanzierungen besteht kaum noch. Häuslebauer sollten sich darüber im Klaren sein, dass je länger der Abwärtstrend bei Zinsen für Baufinanzierungen andauert, die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Anstiegs zunimmt. Bevor es zu einem stärkeren Anstieg der Zinsen für Immobilienfinanzierungen kommt, sollten Sie noch jetzt handeln. Sichern Sie jetzt das historisch günstige Baugeld und warten Sie nicht zu lange! Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Zinsen für Baufinanzierungen innerhalb von wenigen Wochen um 1-2 Prozentpunkte verteuern. Die Differenz von nur wenigen Prozentpunkten kann bei einem Baudarlehen mehrere Tausend Euro an Mehrkosten bedeuten. In dem Tilgungsrechner von DTW | Immobilienfinanzierung können Sie sich ganz leicht ausrechnen, wie sehr sich eine Zinserhöhung auf Ihren Tilgungsplan auswirken würde.

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