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Auflassungs­vormerkung

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Auflassungs­vormerkung in Kürze:

  • Die Auflassungsvormerkung ist eine rechtsverbindliche Zusicherung über einen Immobilienerwerb gemäß Kaufvertrag
  • Sie schützt den Käufer in der Phase der Kaufabwicklung bis zum tatsächlichen Eigentumswechsel
  • Als Bestätigung des geschlossenen Kaufvertrags wird sie in das Grundbuch eingetragen
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Was ist eine Auflassungs­vormerkung?

Eine Auflassungs­vormerkung ist bei einem Immobilienkauf eine temporäre rechtliche Absicherung, bis der Eigentumswechsel abschließend vollzogen ist.

Um die Rechtssicherheit zu gewährleisten, wird die Vormerkung als Bestätigung des geschlossenen Immobilienkaufvertrags im Grundbuch eingetragen.

Auflassungs­vormerkung

Warum eine Auflassungs­vormerkung beantragen?

Die Auflassungs­vormerkung dient dem Schutz der Rechte des zukünftigen Eigentümers in der Phase der Kaufabwicklung.

Denn bei einem Immobilienerwerb ist das Datum der Kaufvertragsunterzeichnung nicht identisch mit dem tatsächlichen Eigentumswechsel. Dieser erfolgt erst mit der Auflassung, also der Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch.

Ein Grundbucheintrag kann einige Wochen, manchmal auch Monate dauern. Während dieser Wartezeit kann der Käufer die Vormerkung im Grunduch beantragen, um sich das Grundstück oder Immobilienobjekt rechtssicher zu „reservieren“.

Bedeutung bei der Immobilien­finanzierung

Die Rechtssicherheit beim Immobilienkauf ist auch bei einer Immobilien­finanzierung für die Bank wichtig. Daher verlangen viele Darlehensgeber vor der Auszahlung des Baudarlehens eine Auflassungs­vormerkung vom Darlehensnehmer.

Erforderliche Unterlagen bei einer Immobilien­finanzierung

Welchen Schutz bietet die Vormerkung?

Die Auflassungs­vormerkung sichert dem Käufer rechtsverbindlich den Immobilienerwerb zu den Konditionen des Kaufvertrags zu. Die rechtlichen Grundlagen dazu finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Mit der Vormerkung, eingetragen in Abteilung II des Grundbuchs, wird verhindert, dass der Verkäufer der Immobilie vom Verkauf einfach wieder zurücktreten kann. Auch dass er die Immobilie ein weiteres Mal an eine andere Person veräußern kann, ist nicht mehr möglich.

Die Immobilie ist ebenfalls geschützt, wenn der Verkäufer in der Zwischenzeit zum Beispiel Insolvenz anmeldet. Denn das Objekt darf nach der eingetragenen Vormerkung nicht mehr zwangsversteigert werden. Der ehemalige Eigentümer kann die Immobilie dann auch nicht mehr mit einem Baudarlehen beleihen.

Auflassungs­vormerkung: Wo beantragen?

Üblicherweise übernimmt der Notar, der den Immobilienkaufvertrag beurkundet, auch die Beantragung der Auflassungs­vormerkung beim Grundbuchamt.

Wichtig zu wissen: Gemäß BGB erfolgt die Eintragung einer Auflassungs­vormerkung im Grundbuch nur auf Antrag. 

Antragsberechtigt sind neben einem Notar grundsätzlich auch der Käufer und der Verkäufer der Immobilie.

Wann wird die Auflassungs­vormerkung eingetragen?

Die Auflassungs­vormerkung wird als Bestätigung des geschlossenen Kaufvertrags unmittelbar nach der Beantragung durch den Notar in die Abteilung II des Grundbuchs eingetragen. Denn sie dient ja gerade als rechtssichere Überbrückung der Zeit bis zur eigentlichen Auflassung.

Was kostet eine Auflassungs­vormerkung im Grundbuch?

Die zusätzlichen Kosten für die Rechtssicherheit durch die Auflassungs­vormerkung beim Grundbuchamt halten sich in Grenzen. Rechnen muss man mit der Hälfte der Gebühren, die später nochmals für die Auflassung anfallen.

Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 150.000 Euro kostet die Auflassung zirka 350 Euro. Für die Vormerkung wären hier also rund 175 Euro zusätzlich an das Grundbuchamt zu entrichten.

Falls die Voraussetzungen dafür gegeben sind, kann die Beurkundung des Kaufvertrags und die rechtsgültige Auflassung gleichzeitig beim Notar durchgeführt werden. In solch einem eher seltenen Fall sind die Vorab-Vormerkung und die Zusatzausgaben natürlich überflüssig.

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Wann wird die Auflassungs­vormerkung gelöscht?

Sobald die eigentliche Auflassung durch den Eintrag des Neueigentümers in das Grundbuch erfolgt, wird die entsprechende Vormerkung wieder aus der Abteilung II des Grundbuchs gelöscht. Denn in diesem Augenblick hat sie schlicht und ergreifend ihren Zweck erfüllt.

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Expertentipp

Kaufnebenkosten bei der Immobilienfinanzierung einplanen

Die Gebühren für die Auflassungsvormerkung zählen zu den Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb. Desweiteren gehören dazu unter anderem die Grunderwerbssteuer, eventuell Maklerprovisionen und auch alle Notar- und Grundbuchkosten. Da diese Nebenkosten das Bau- oder Kaufvorhaben nicht unerheblich verteuern, ist es bei einer Immobilienfinanzierung für den Darlehensnehmer wichtig, immer die Gesamtkosten im Blick zu haben.

Wie hoch zum Beispiel die Kosten für den Notar und das Grundbuchamt ausfallen, können Sie sich sehr einfach mit unserem Notar- und Grundbuchrechner ermitteln lassen.

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