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2022 - Setzt sich der Trend steigender Zinsen weiter fort?

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Zinskommentar vom 14.01.2022 in Kürze:

  • Die Inflationserwartung im Euroraum und weltweit erreicht neue Höchststände
  • In den USA wird das Ende der ultralockeren Geldpolitik eingeleitet
  • Die Europäische Zentralbank verringert den Kauf von Anleihen
  • Weiter steigende Preise für Immobilien führen zu strengeren Kreditvergabekriterien

Prognose zur
Zinsentwicklung

kurzfristig steigend
innerhalb 3 Monaten
mittelfristig steigend
innerhalb 3 bis 12 Monaten
langfristig steigend
ab 12 Monaten

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden die Zinsen für Baugeld kurz-, mittel-, und langfristig steigen.

Schaut man auf die Entwicklung der Refinanzierungszinsen für Immobilien­finan­zierungen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren im Jahr 2021 an, dann erkennt man einen Trend steigender Zinsen.

Ende 2020 erreichten die Refinanzierungszinsen für Baufinanzierungen ihren Tiefpunkt. Seitdem verteuerten sich die Zinsen stetig. Aktuell bewegen sich die Refinanzierungszinsen auf einem ähnlichen Niveau wie im Mai 2019. Der insgesamt anhaltende Trend steigender Refinanzierungszinsen wirkt sich auch auf die Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen aus.

Die Zinsen für Baugeld kennen - nach derzeitigen Stand - auf kurz-, mittel- und langfristiger Sicht nur eine Richtung: steigend.

Inflation, EZB Geldpolitik, strengere Vorgaben

Unserer Meinung nach ist es keine Frage, ob die Zinsen für Baufinanzierungen in den kommenden Monaten weiter steigen. Es stellt sich eher die Frage wie schnell bzw. wie hoch sie steigen!

Einflussfaktor "Inflation":

Von Inflation spricht man, wenn Waren und Dienstleistungen im Preis steigen bzw. wenn das Geld im Geldbeutel weniger wert wird.

Ein kurzer Blick in die USA genügt. Die Inflation lag im Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat bei ca. 7 Prozent. So stark verteuerten sich Güter und Dienstleistungen in den USA letztmals vor rund 40 Jahren. Aber auch hierzulande in Deutschland lag die Preissteigerung im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat bei 5,3 Prozent.

Auslöser für die deutlichen Preissteigerungen gibt es mehrere, wie z. B. steigende Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise. Im Jahr 2022 wird in Deutschland zudem der Mindestlohn auf 12 Euro angehoben. Die steigenden Lohnkosten werden die Unternehmen vermutlich an die Verbraucher in Form höherer Preise weitergeben. Das wiederum treibt die Inflation weiter an.

Je höher die Inflationserwartung der Anleger ist, desto mehr steigen die Renditen von langfristigen Anleihen. Da sich die Zinsen für Baugeld an diesen Renditen orientieren, trägt eine steigende Inflationsrate zu höheren Baugeldzinsen bei.

Auch wenn die Immobilien teurer werden, verlangen die Darlehensgeber höhere Zinsen. Für die Darlehensgeber steigt das Risiko von Kreditausfällen je höher die Darlehenssummen werden - sofern nicht gleichzeitig auch das eingesetzte Eigenkapital der Darlehensnehmer steigt. Entsprechend verlangen die Darlehensgeber höhere Risikoaufschläge, was die Zinsen für Baufinanzierungen verteuert.

Einflussfaktor "EZB Geldpolitik":

Die Notenbank der USA (Fed) hat bereits angekündigt, in diesem Jahr den Leitzins in mehreren Etappen anzuheben. Das würde das Ende der lockeren US-Geldpolitik bedeuten. Die EZB hält derzeit noch an der ultralockeren Geldpolitik fest. Die Anhebung des Leitzinses steht noch nicht auf der Agenda. Jedoch wird die EZB über kurz oder lang ihr Anleihekaufprogramm beenden müssen und den Leitzins anheben. Ansonsten wandert vermehrt das Kapital der Investoren in Richtung USA ab. Der Euro verliert dann gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert.

Auch wenn der Leitzins keinen direkten Einfluss auf die Zinsen für Baufinanzierungen hat, führt dessen Anpassung indirekt zu Zinssteigerungen. Denn Darlehensgeber, wie z. B. Banken, können sich kurzfristig bei der EZB Geld leihen.

Einflussfaktor "strengere Vorgaben":

Ab Februar 2023 müssen deutsche Banken zusätzlich 22 Milliarden Euro mehr Eigenkapital - aufgrund strengerer Vorgaben der deutschen Finanzaufsicht - vorhalten.

Die Preisexplosion bei Wohnimmobilien versetzt die Finanzaufsicht in Alarmbereitschaft. Viele Darlehensnehmer, die sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, finanzieren mit wenig oder sogar komplett ohne Eigenkapital. Diesem Trend möchte die deutsche Finanzaufsicht mit dem sogenannten "antizyklischen Kapitalpuffer" entgegensteuern.

Für die Darlehensgeber, wie z. B. Banken, bedeutet das, dass sie mehr Eigenkapital benötigen. Die Darlehensgeber werden die gestiegenen Kosten für das Vorhalten von mehr Eigenkapital an die Kunden weitergeben. Das wiederum führt dazu, dass die Zinsen für Baufinanzierungen steigen.

Zusätzlich könnte die Kreditvergabe womöglich erschwert werden. Eine gute Bonität der Darlehensnehmer wird zunehmend wichtiger. Schärfere Anpassungen bei den Kreditvergabestandards drohen.

Für Baufinanzierer sind das hinsichtlich der zukünftigen Zinsentwicklung für Baufinanzierungen keine guten Nachrichten. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie jetzt handeln!

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Nutzen Sie die Chance - egal ob für die Anschluss­finanzierung, den Hauskauf oder einen Neubau und sichern Sie sich jetzt die günstigen Baugeldzinsen. Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert eine höhere Tilgung zu wählen. So zahlt man das Baudarlehen schnell ab und ist früher schuldenfrei. Profitieren Sie jetzt von historisch niedrigen Zinsen für Ihre Immobilien­finan­zierung oder Anschluss­finanzierung! Sichern Sie sich jetzt die sehr attraktiven Zinsen für Baugeld!

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Tipps für eine günstige Immobilienfinanzierung

Für eine wirklich passende und günstige Immobilienfinanzierung, Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen hat DTW | Immobilien­finanzierung für Sie die wichtigsten Tipps zusammengetragen:

Häuser, Geldstapel

Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung

Sollzinsbindung: 5 J10 J15 J
Zeitraum der Zinsentwicklung:
7 Tage 14 Tage 30 Tage 90 Tage
1 Jahr 2 Jahre 5 Jahre 10 Jahre

Die historische Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung im Vergleich mit interaktivem Chart.

Repräsentatives Beispiel zum Top-Zins

Kaufpreis der Immobilie: 400.000 €,Beleihungswert der Immobilie: 360.000 €,Nettodarlehensbetrag: 200.000 €, Sollzinsbindung: 5 Jahre, Sollzinssatz (fester Zinssatz): 0,62 %, Anfängliche Tilgung: 2,00 %, Monatliche Rate: 437 €, Effektiver Jahreszins: 0,62 %, Restschuld nach Sollzinsbindung: 179.693 €, Vertragslaufzeit: 43 Jahre, 7 Monate, Anzahl der Raten: 523 Monatsraten, Zu zahlender Gesamtbetrag: 228.276 €

Es handelt sich um ein Immobiliar-Verbraucher­dar­lehen,das durch ein Grundpfandrecht oder eine Real­last besichert wird.Die Kondition gilt bis zu 55.56 % desBeleihungs­wertes einer selbst genutzten Immobilie und ist freiblei­bend zum Stand 12.12.2019. Die Kredit­ver­gabe ist vorbehaltlich einer positiven Bonitäts- und Objekt­wert­prüfung.Zusätzlich fallen Kosten im Zusam­menhang mit der Bestellung der Grund­schulden an, wie Notarkosten,Kosten der Sicherheiten­bestel­lung (z.B. für das Grund­buch­amt), Gebäude­ver­sich­erungsowie weitere Kosten, die momentan noch nicht bekannt sind.Diese erhöhen eventuell den effektiven Jahreszins.Vermitter: DTW GmbH, Q5, 14-22, 68161 Mannheim

Annahmen Weitere InformationenHinweis Zins-Chart

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