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Niedrige Bauzinsen und steigende Aktienmärkte im Juni 2020

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Zinskommentar zur Immobilien­finan­zierung vom 26.06.2020

Die Refinanzierungszinsen für Immobilien­finanzierungen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren bewegen sich seit rund zwei Monaten in einem "seitwärts" gerichteten Niveau im negativen Bereich. Je nach Finanzierungspartner von DTW | Immobilien­finanzierung werden die niedrigen Zinsen an den Kunden weitergegeben. Grundsätzlich orientieren sich die Zinsen für Immobilien­finanzierungen an den Renditen von langfristigen Rentenpapieren. Es gibt aber auch andere Faktoren, welche die Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen beeinflussen.

Die Corona-Krise ist auch Ende Juni das zentrale Thema in den Nachrichten. In Teilen Deutschlands werden lokal die Kontaktsperren wieder eingeführt, wie in der Region rund um Gütersloh. Mehrere Bundesstaaten in den USA verzeichnen bereits die zweite Woche in Folge einen Rekordanstieg der Corona-Infizierten. Zusammen mit Russland und Brasilien ist die USA mit am stärksten von Corona betroffen. Aber auch in anderen Ländern kommt es teilweise zu einem Anstieg der Neuinfektionen. Deutschland hat die 1. Welle "überstanden", folgt jedoch eine 2. Welle, dann wäre das für die Wirtschaft ein herber Rückschlag. Das deutsche Konjunkturprogramm, wie zum Beispiel die Mehrwertsteuersenkung zum 01.07. oder der Kinderbonus von 300,- Euro, soll die Konjunktur wieder ankurbeln. Eine 2. Corona-Welle würde den Plan, die deutsche Wirtschaft anzukurbeln jedoch durchkreuzen.

Die Aktienmärkte haben die wirtschaftlichen Folgen des Virus scheinbar ausgeblendet. Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist nicht allzu weit weg von seinem Allzeithoch. Der Leitindex der 100 wichtigsten Technologieunternehmen der USA, der NASDAQ 100, hat gar sein Allzeithoch im Juni erreicht. Die Konjunkturpakete, wie das von der Bundesregierung, geben aktuell dem deutschen Aktienmarkt Rückenwind. Rückschläge, wie eine 2. Corona-Welle oder die verzögerte Findung eines Impfstoffes werden aktuell nicht in die Kurse eingepreist, so scheint es. Der in dieser Woche veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex ist so stark gestiegen wie noch nie. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich im Juni somit weiter auf.

Doch werden die negativen Folgen der Krise nun komplett ausgeblendet? Das Kieler Institut für Wirtschaft veröffentlichte vergangene Woche einen Bericht, in dem es von einem Wirtschaftseinbruch in Deutschland für das Jahr 2020 von 6,8 Prozent ausgeht. Es wird zudem spannend zu sehen sein, wenn die Unternehmen ihre Quartalsabschlüsse für das 2. Quartal bekannt geben. Das Kieler IfW-Institut geht von einem drastischen Einbruch um 12 Prozent aus. Das wäre der "schärfste Wirtschaftseinbruch seit Bestehen der Bundesrepublik", so das Kieler IfW-Institut.

Was bedeutet das für die Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen?

Die Refinanzierungszinsen für Immobilien­finanzierungen bewegen sich seit rund zwei Monaten im negativen Bereich. Dennoch kommt es auf das kreditgebende Institut an, in welcher Form das niedrige Zinsniveau an den Kunden weitergegeben wird. Denn die Darlehensgeber verlangen immer höhere Aufschläge. In Zeiten einer Wirtschaftskrise steigt in der Regel die Kreditausfallwahrscheinlichkeit. So versuchen sich die kreditgebenden Institute mit höheren Aufschlägen gegen ausfallende Baudarlehen abzusichern.

Somit sind trotz niedriger Refinanzierungszinsen die Zinsen für Baufinanzierungen zuletzt gestiegen. Steigende Preise für Häuser und Eigentumswohnungen werden von den kreditgebenden Instituten in die Bauzinsen einkalkuliert. Steigende Kosten beim Immobilienerwerb werden mit dem Ansetzen eines niedrigeren tatsächlichen Werts des Hauses im Zinssatz eingepreist. Das führt dazu, dass sich der Beleihungsauslauf für den Baufinanzierer verschlechtert. Ein höherer Beleihungsauslauf bedeutet einen höheren Sollzins für die Baufinanzierung.

Aktuell sind die Zinsen für Immobilien­finanzierungen noch immer sehr günstig. Egal ob für die Anschluss­finanzierung, den Hauskauf oder einen Neubau empfehlen wir eine höhere Tilgung zu wählen. So zahlt man das Baudarlehen schnell ab und ist früher schuldenfrei. Profitieren Sie jetzt von historisch niedrigen Zinsen für Ihre Immobilien­finanzierung oder Anschluss­finanzierung! Denn bereits geringe Zinserhöhungen können das ganze Vorhaben um mehrere Tausend Euro verteuern. Sichern Sie sich jetzt die sehr attraktiven Zinsen für Baugeld!

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Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung

Sollzinsbindung: 5 J10 J15 J
Zeitraum der Zinsentwicklung:
7 Tage 14 Tage 30 Tage 90 Tage
1 Jahr 2 Jahre 5 Jahre 10 Jahre
Vom: bis:
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Die historische Zinsentwicklung bei der Baufinanzierung und Immobilienfinanzierung im Vergleich mit interaktivem Chart.

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483 Erfahrungsberichte 4.6 von 5

* Vergleich von Immobilienkrediten in Stiftung Warentest Finanztest, Ausgabe 10/2020.

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