Der EZB-Leitzins und die Baufinanzierung

Der EZB-Leitzins und die BaufinanzierungWelche Faktoren beeinflussen die Zinsen für Baugeld?

Jeden Monat trifft sich der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), um die zukünftige Geldpolitik festzulegen. In den Sitzungen des EZB-Rats spielt die Entscheidung über den EZB-Leitzins eine große Rolle. Geschäftsbanken der europäischen Währungsunion können sich zu diesem Zinssatz kurzfristig Geld bei der EZB leihen. Senkt die EZB den Leitzins, erhalten die Kunden beispielsweise weniger Zinsen auf das Tagesgeld bzw. Festgeld.

Grundsätzlich kann der EZB-Leitzins als ein Steuerungselement der Geldpolitik angesehen werden. Durch eine Veränderung des Zinssatzes wird vor allem versucht, die zukünftige Inflationsrate zu beeinflussen. Erhöht die EZB den Leitzins, verteuert das die Geldaufnahme der Geschäftsbanken. Diese geben die EZB-Leitzinserhöhung an ihre Kunden, z. B. in Form von teureren Krediten, wie Ratenkredite oder Überziehungskredite, weiter. Außerdem wirkt sich eine Erhöhung des EZB-Leitzinses auf die Geldmenge innerhalb des Währungsraums aus. Die Geldmenge wird durch die Erhöhung tendenziell verringert. Aufgrund des höheren Zinses nehmen die Geschäftsbanken weniger Geld bei der EZB auf, was insgesamt zu einer Verknappung des zur Verfügung stehenden Kapitals im Währungsraum führt. Kunden nehmen wegen der gestiegenen Kosten weniger Kredite auf und die Bereitschaft zur Geldanlage nimmt zu. In den meisten Fällen steigt bei einer EZB-Leitzinserhöhung der Außenwert des Euro und die Gefahr einer inflationären Entwicklung nimmt ab.

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