Neues Rekordtief bei der historischen Zinsentwicklung beim Baugeld

„Historisch günstig“, so lautet die Antwort, wenn man Experten zur aktuellen Situation rund um das Thema Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen befragt. Von der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die „Welt“ und „Spiegel Online“ bis hin zu Wirtschaftsmagazinen – die Redakteure sind sich Anfang August 2019 einig: So billig war das Baugeld für die Immobilienfinanzierung noch nie!

Einfluss auf die historische Zinsentwicklung bei der Immobilienfinanzierung

Grund für die Talfahrt bei der Zinsentwicklung der Bauzinsen: Ende Juli fiel die Anleiherendite bei zehnjährigen Bundesanleihen auf minus 0,422 Prozent, der bislang historische Tiefststand. Da sich die Bauzinsen für die Immobilienfinanzierung an der Rendite der Bundesanleihen orientieren, wirkt sich deren Entwicklg auch auf die historische Zinsentwicklung beim Baugeld aus.

Ein Blick auf den untenstehenden Chart der SWAP-Sätze für 10 Jahre festgeschriebene Zinsen genügt. Man kann erkennen, dass in den vergangenen 10 Jahren ein anhaltender Abwärtstrend zu beobachten ist:

Entwicklung der SWAP-Sätze (EUR) 10 Jahre (WKN EUIRS10J) seit 26.07.2009

Historische Zinsentwicklung der SWAP-Sätze für 10 Jahre

Quelle: Deutsche Börse Group  (Stand: 26.07.2019)

Anhand dieses Charts lässt sich sehr gut ableiten, wie in den letzten 10 Jahren die historische Zinsentwicklung beim Baugeld verlaufen ist. Man sieht zunächst deutlich, dass sich die Renditen für festverzinsliche Wertpapiere nach drei größeren Einbrüchen 2010, 2013, 2015 und 2016 anschließend wieder erholten. In der Gesamtbetrachtung verläuft der Graph über die 10 Jahre hinweg allerdings stetig nach unten. 2009 lag der SWAP für 10 Jahre, der „Preis“ für 10 Jahre Zinssicherheit, bei ca. 3,5%.

Und heute, Anfang August 2019, kosten 10 Jahre Zinssicherheit so gut wie gar nichts. Und da sich die Zinsen für eine Baufinanzierung – wie eingangs erwähnt – an den langfristigen Anleiherenditen orientieren, sieht die historische Zinsentwicklung beim Baugeld dementsprechend ähnlich aus.

Ursachen für die historische Zinsentwicklung beim Baugeld

Ein kurze Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands zeigt, wie schnell sich eine Zinsentwicklung ändern kann. Nehmen wir beispielsweise die 1960er Jahre. Deutschland befand sich mitten im Wirtschaftswunder. Die damals stark ansteigende Inflation trieb die Renditen für Pfandbriefe in die Höhe. Der anschließende konjunkturelle Abschwung ab Anfang der 1970er Jahre, auch aufgrund des knappen Staatsbudgets Deutschlands, war eine Ursache dafür, dass das allgemeine Zinsniveau um fast die Hälfte einbrach. Erst gegen Ende der 1970er Jahre zog das Zinsniveau mit steigender Inflationsrate an.

Das historische Beispiel verdeutlicht, dass grundsätzlich immer Aufwärtsrisiken der zukünftigen Zinsentwicklung bestehen. Denn beim Zinstrend für Baufinanzierungen spielen viele Faktoren eine Rolle. Falls etwa die Konjunktur in Europa wieder anzieht und die Inflation zunimmt, würde es zu allgemein steigenden Zinsen kommen. Und davon wären auch die Zinsen für die Immobilienfinanzierung betroffen. Daneben beeinflusst die Wirtschaftspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) die Zinsentwicklung beim Baugeld. Hier wird man abwarten müssen, welchen Effekt die Neubesetzung des Chefpostens bei der EZB haben kann. Einige Finanzexperten mutmaßen, dass die Entscheidung für Christine Lagarde als künftige EZB-Präsidentin eher eine Entwicklung mit niedrigen Kapitalmarktzinsen befördert.

Prognosen für die weitere Entwicklung bei den Bauzinsen

Auch wenn man den Blick in die Wahrsager-Kugel gerne wagen würde, letztlich weiß niemand mit Sicherheit, wie sich die Renditen und Zinsen weltweit, in Europa und in Deutschland entwickeln werden. Brexit, konjunkturelle Unsicherheiten, verändertes Nachfrageverhalten der Anleger bei Staatsanleihen, Handelskriege und vieles mehr können unter Umständen zu Einflussfaktoren werden, welche die Zinsentwicklung beim Baugeld für die Immobilienfinanzierung in die eine oder andere Richtung lenken.

Fakt ist allerdings: Die Bauzinsen befinden sich auf ihrem – historisch gesehen – niedrigsten Niveau. Und das bedeutet, dass derzeit die besten Chancen bestehen, sich diese niedrigen Zinssätze für eine Baufinanzierung langfristig zu sichern.

Die niedrigsten Bauzinsen aller Zeiten für die Immobilienfinanzierung sichern

Abwarten wird kaum lohnenswert sein. Denn weiteres Potenzial für neue Allzeittiefs bei Konditionen für Immobilienfinanzierungen besteht kaum noch. Abwarten kann auf der anderen Seite sogar riskant sein. Denn selbst wenn die Prognosen der Experten eher gegen eine Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Anstiegs der Bauzinsen sprechen, ist dieser nicht gänzlich auszuschließen. Und es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Anstiegs zunimmt, je länger die Zinsen für Baufinanzierungen in der aktuellen Talsohle verharren.

Als Darlehensnehmer sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass schon ein geringer Anstieg der Bauzinsen beträchtliche Mehrkosten für das Baudarlehen ausmachen kann. Bereits eine Differenz von nur wenigen Prozentpunkten kann das persönliche Vorhaben leicht um mehrere Tausend Euro verteuern. Daher raten viele Medien in ihren aktuellen Berichten zum Abschluss einer Immobilienfinanzierung mit langer Sollzinsbindung. Damit kann der Baufinanzierer vom Rekordtief der historischen Zinsentwicklung beim Baugeld langfristig profitieren und erhöht somit seine Planungssicherheit.

Tipp von DTW | Immobilienfinanzierung:
Um einen Eindruck zu erhalten, wie sich eine Veränderung des Sollzinssatzes bei einem Baudarlehen auswirkt, können Sie unseren Tilgungsrechner nutzen. Er ermittelt Ihnen bei der Eingabe unterschiedlicher Zinssätze jeweils einen Tilgungsplan. Ihm können Sie sehr leicht entnehmen, in welcher Höhe die potentiellen Mehrkosten anfallen würden.

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