Eigenkapital Baufinanzierung Zinsaufschläge für Baugeld bei höherem Beleihungsauslauf

„Setzen Sie für die Finanzierung Ihrer Immobilie möglichst viel Eigenkapital ein“, rät die Stiftung Warentest Finanztest in ihrer Zeitschrift 06/2014. Käufer und Bauherren eines selbstgenutzten Eigenheims sollten bei der Planung der Immobilienfinanzierung möglichst viel Eigenkapital einsetzen. Denn zahlreiche  Finanzierungsgeber haben im Laufe der letzten Jahre die Risikoaufschläge bei Immobilienfinanzierungen für Darlehensnehmer mit wenig Eigenkapital erhöht. Je geringer der Eigenkapitalanteil am Objektwert, umso größer ist das Risiko der Bank, bei einem Zahlungsausfall einen Verlust zu erleiden. Dieses Ausfallrisiko lassen sich Darlehensgeber mit einem Zinsaufschlag bezahlen. Banken und Versicherungen staffeln deshalb ihre Zinssätze nach dem Anteil des Immobiliendarlehens am Wert des beliehenen Objekts.

Dieser sogenannte „Beleihungsauslauf“ stellt das Verhältnis aller Fremdfinanzierungsmittel zum Beleihungswert des Objektes dar. Die Angabe des Beleihungsauslaufs erfolgt in Prozent des Beleihungswerts. Der Beleihungswert liegt bei selbstgenutzten Immobilien meist 10 % unter dem Kaufpreis. Diesen Unterschied nennt man Risikoabschlag.

Daraus ergeben sich folgende Werte bei der Immobilienfinanzierung:

  • 60 % des Beleihungswertes entsprechen ca. 54 % des Kaufpreises
  • 70 % des Beleihungswertes entsprechen ca. 63 % des Kaufpreises
  • 80 % des Beleihungswertes entsprechen ca. 72 % des Kaufpreises
  • 90 % des Beleihungswertes entsprechen ca. 81 % des Kaufpreises
  • 100 % des Beleihungswertes entsprechen ca. 90 % des Kaufpreises
Anlass der Finanzierung:
Art der Immobilie:
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und kostenlos anfordern

Das bedeutet für die Kondition einer Baufinanzierung folgendes:

Je niedriger der Beleihungsauslauf der Immobilienfinanzierung ist, desto günstiger kann der Darlehensgeber das Baugeld anbieten. Dabei hat die Stiftung Warentest Finanztest in ihrer Ausgabe 06/2014 folgende Zusammenhänge festgestellt: „Bis zu 80% steigt der Zinssatz meist nur um ein bis zwei Zehntel Prozentpunkte. Doch sobald die 80-Prozent-Grenze überschritten wird, schiest der Zins für den Gesamtkredit nach oben.“

Möglichst viel Eigenkapital bei der Baufinanzierung einsetzen.

Um Zinsaufschläge zu vermeiden, sollten Darlehensnehmer möglichst viel Eigenkapital in ihre Immobilienfinanzierung einbringen. Manchmal reichen schon wenige tausend Euro mehr Eigenkapital, um einen günstigeren Beleihungsauslauf bei der Immobilienfinanzierung zu erzielen. Dadurch können Sie einen günstigeren Zins für ihre Baufinanzierung erhalten und deutlich Kreditzinsen sparen. Vergessen Sie dabei allerdings nicht eine Sicherheitsreserve von ca. 3 Monatsgehältern für unvorhergesehene Ausgaben bereit zu halten.

Wie viel Zinsen Sie bei Ihrer Immobilienfinanzierung durch mehr Eigenkapital sparen können, zeigen Ihnen gerne unsere Baufinanzierungsberaterinnen und Berater von DTW | Immobilienfinanzierung. Die Baugeldrechner von DTW | Immobilienfinanzierung helfen Ihnen ebenfalls bei der Planung Ihrer Baufinanzierung.