BaukindergeldAb Dienstag, den 18. September 2018, startet die Frist, in der man das Baukindergeld  beantragen kann. Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Antragstellung für die neue staatliche Förderung bei der Bildung von Wohneigentum.

Wer kann Baukindergeld beantragen?

Förderungswürdig sind Familien und Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren, für die sie Kindergeld erhalten und die mit im Haushalt leben. Die Anzahl der Kinder, für die man das Baukindergeld beantragen kann, ist nicht begrenzt. Begrenzt ist aber das jährliche Haushaltseinkommen.  Maximal darf das zu versteuernde Jahreseinkommen der Familie 90.000 Euro bei einem Kind betragen, plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.

Für die Einkommensprüfung wird das Durchschnittseinkommen des vorletzten und vorvorletzten Jahres vor der Antragstellung herangezogen. Wer also noch 2018 das Baukindergeld beantragen möchte, muss sein Einkommen von 2016 und 2015 angeben und durch die entsprechenden Einkommensteuerbescheide nachweisen.

Was wird gefördert beim Baukindergeld?

Baukindergeld wird nur für die Bildung von Wohneigentum gewährt, sei es durch den Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung. Das bedeutet, dass man nur bei Eigennutzung in den Genuss des Baukindergelds kommen kann. Zudem muss das neue Zuhause in Deutschland liegen und darf zugleich nur die einzige Wohnimmobilie des Antragstellers sein. Wohneigentum im Ausland und Nebenwohnsitze sind von der Förderung ausgenommen.

Allerdings muss den Antragstellern die Wohnimmobilie nicht zwangsläufig alleine gehören, 100 Prozent Eigentum sind also nicht nötig, aber mindestens die Hälfte, was durch den Grundbuchauszug zu belegen ist. 50 Prozent oder eben weniger des Hauses oder der Wohnung können sich demnach ohne Nachteil im Hinblick auf die Förderung im Eigentum anderer Personen befinden, zum Beispiel der Eltern oder Geschwistern der Antragsteller.

Sollte man eine Immobilie geerbt oder geschenkt bekommen haben, ist eine Förderung mit dem Baukindergeld nicht möglich. Wenn es sich allerdings nur um ein geschenktes oder ererbtes Grundstück handelt, das man nun bebauen möchte, kann man für das Bauvorhaben das Baukindergeld beantragen.

Wann kann man Baukindergeld beantragen?

Die allgemeine Antragsfrist ist zeitlich auf insgesamt drei Jahre begrenzt. Sie beginnt am 18. September 2018 und endet am 31. Dezember 2020. Allerdings dürfen Anträge auch rückwirkend zum Jahresbeginn gestellt werden. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags oder die Erteilung der Baugenehmigung muss am 1. Januar 2018 oder danach stattgefunden haben. Frühere Immobilienkäufe und davor begonnene Bauprojekte finden ebenso wenig Berücksichtigung wie Vorhaben, die erst nach dem 31. Dezember 2020 starten.

Erst einziehen, dann Baukindergeld beantragen – und unbedingt die Fristen einhalten

Drei sehr wichtige Eckdaten für die individuelle Antragsfrist sind:
1. Den Antrag für das Baukindergeld kann man erst stellen, wenn man in die Wohnimmobilie eingezogen ist und sich in der Gemeinde angemeldet hat. Es gilt das Datum der Meldebestätigung.
2. Nach Einzug und Meldung im Einwohnermeldeamt hat man nur drei Monate Zeit, das Baukindergeld zu beantragen. Lässt man diese Frist verstreichen, verliert man den Anspruch auf die Förderung. Auch hier ist das Datum der Meldebestätigung maßgeblich.
3. Außerdem ist das Geburtstagdatum der Kinder für den Zeitraum der Antragsstellung relevant. Denn das Anspruch auf das volle Baukindergeld hat man auch für ein Kind, das einen Tag nach Einreichung des Antrag oder später das 18. Lebensjahr vollendet. Keine Förderung ist vorgesehen für Kinder, die nach der Antragstellung geboren werden.

Alle Familien und Alleinerziehende, die rückwirkend vom Baukindergeld profitieren möchten und in der Zeit vom 1. Januar bis 17. September 2018 in ihr neues Heim gezogen sind, müssen den entsprechenden Antrag in der Zeit vom 18. September bis spätestens 31. Dezember 2018 einreichen.

Noch ein wichtiger Hinweis: Im Gegensatz zum Baukindergeld dürfen bzw. sollen andere KfW-Förderangebote, die man übrigens zusätzlich nutzen kann, beantragt werden, bevor man seine Wohnimmobilie baut oder kauft. Gleiches gilt selbstverständlich auch für eine benötigte Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung, die man rechtzeitig im Vorfeld des Immobilienerwerbs oder Bauprojekts zu regeln hat.

Wo kann man das Baukindergeld beantragen?

Die KfW-Bank ist zuständig für die Bewilligung der Zuschüsse. Die Familien und Alleinerziehende müssen sich im KfW-Zuschussportal registrieren und dort rechtzeitig ihren Antrag online stellen. Nach Erhalt der Antragsbestätigung fordert die KfW einen Identitätsnachweis an, den man entweder online per Video-Identifizierung oder mit Postident in einer Filiale der Deutschen Post erbringen kann.

Welche Unterlagen benötigt man für den Baukindergeld-Antrag?

Für rückwirkende Anträge muss man einen Kaufvertrag oder eine Baugenehmigung, die das Datum 1. Januar 2018 oder später tragen, vorlegen.

Des Weiteren fordert die KfW-Bank drei Nachweise:
1. Die Einkommensteuerbescheide des Antragstellers und gegebenenfalls Partners aus dem jeweils vorletzten und vorvorletzten Jahr vor der Antragstellung müssen im Zuschussportal hochgeladen werden. Für einen Antrag im Jahr 2018 reicht man also die Einkommenssteuerbescheide der Jahre 2016 und 2015 ein, für einen Antrag in 2019 die Bescheide der Jahre 2017 und 2016 und so weiter.
2. Dann braucht man die Meldebestätigung des Einwohnermeldeamts, um zu belegen, dass man das Haus oder die Wohnung als Hauptwohnsitz nutzt. Sie muss nachweisen, dass sowohl der Antragsteller als auch der Partner und die im Antrag angegebenen Kinder dort eingezogen sind.
3. Zudem ist der Grundbuchauszug vorzulegen, der einen als Eigentümer oder Miteigentümer der Wohnimmobilie ausweist.

Obschon man das Baukindergeld ab 18. September 2018 beantragen kann, besteht noch nicht die Möglichkeit die oben genannten Nachweise im KfW-Zuschussportal hochzuladen. Dies wird nach Angaben der KfW voraussichtlich frühestens Ende März 2019 der Fall sein. Die Antragsteller werden entsprechend per E-Mail informiert, sobald diese Funktion zur Verfügung steht. Danach hat man dafür drei Monate Zeit.

Wie geht es nach der Antragstellung weiter?

Man wird als Antragsteller zunächst etwas Geduld mitbringen müssen. Allein schon durch die Tatsache, dass die erforderlichen Unterlagen erst ab Frühjahr 2019 hochgeladen werden können, wird es einige Zeit dauern, bis die Prüfung der Nachweise abgeschlossen ist. War diese erfolgreich, erhält man im Onlineportal unter der Rubrik „Meine Anträge“ eine „Auszahlungsbestätigung“ mit der Nennung des Termins für die erste Überweisung des Baukindergelds.

Danach bekommt man 10 Jahre lang das Baukindergeld in Höhe von jährlich jeweils 1.200 Euro pro Kind, solange man im Wohneigentum lebt. Bei einem vorzeitigen Auszug oder Verkauf der Immobilie ist man verpflichtet, die KfW-Bank darüber unverzüglich zu informieren. Da man in diesen Fällen die Förderungsbedingungen nicht mehr erfüllt, erfolgen danach auch keine weiteren jährlichen Baukindergeld-Auszahlungen mehr.

 

(Quelle: www.kfw.de)

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