Haus und FamilieDas Baukindergeld gerät, seit es in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufgenommen wurde, immer wieder einmal in die Schlagzeiten. Das Projekt der großen Koalition, Familien mit Kindern bei der Bildung von Wohneigentum zu fördern, sollte ursprünglich schon innerhalb der ersten Jahreshälfte 2018 eingeführt werden. Doch noch lässt das geplante Gesetz auf sich warten und in welcher Form es letztlich verabschiedet wird, ist aktuell ebenfalls noch unklar. Hier im Blog von DTW | Immobilienfinanzierung stellen wir Ihnen in einer Chronologie den aktuellen Stand in Sachen Baukindergeld und die jeweiligen Details der geplanten staatlichen Förderung vor. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte finden Sie auch in unserem Lexikonbeitrag „Baukindergeld“.

Beginn der Antragsfrist für das Baukindergeld

18. September 2018:
Ab sofort können Familien und Alleinerziehende das Baukindergeld beantragen. Gestellt werden müssen die Anträge online auf der Homepage der KfW-Bank. Wie das im einzelnen funktioniert, welche Voraussetzungen man erfüllen muss und welche Unterlagen benötigt werden, erläutern wir ausführlich in diesem Blog-Artikel sowie kurz und bündig in diesem Lexikon-Beitrag.

Antragsstellung für das Baukindergeld eventuell schon bald möglich

Ende August 2018:

Die Möglichkeit, das Baukindergeld zu beantragen, soll ab etwa Oktober beginnen. Den Antrag wird man voraussichtlich bei der KfW-Bank stellen können, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2018 bis spätestens 31. Dezember 2020. Förderungswürdig sind Familien, die maximal ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 75.000 Euro plus einen Freibetrag von 15.000 Euro pro Kind haben. Die Bewilligung des Baukindergelds ist unabhängig davon, ob es sich beim neuen Eigenheim um den Kauf einer Bestandimmobilie oder einen Neubau handelt. Voraussetzung ist aber in beiden Fällen die Eigennutzung der Immobilie. Gezahlt wird das Baukindergeld über eine Laufzeit von zehn Jahren. Pro Kind und Jahr beträgt es 1.200 Euro.

Unklar ist aktuell noch, ob Familien eventuell einen bestimmten Anteil an Eigenkapital aufbringen müssen, um in den Genuss des Baukindergelds zu kommen. Auch ob die Kinder zum Zeitpunkt der Antragstellung minderjährig sein müssen, steht noch nicht endgültig fest. Ebenso wenig bekannt ist, ob die Auszahlung des Baukindergeld dann monatlich oder jährlich erfolgt.

Koalitionsstreit beigelegt: begrenzte Antragsfrist beim Baukindergeld

27. Juni 2018:

Nachdem der Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, beim Baukindergeld eine Wohnflächenobergrenze anzusetzen, rasch von vielen Seiten kritisiert wurde, ist dieser wieder vom Tisch. Nach der Tagung des Koalitionsausschuss am Vorabend zeigen sich die Fraktionsspitzen der großen Koalition über die neue Einigung zufrieden. Unionsfraktionschef Volker Kauder gibt am folgenden Morgen zum Baukindergeld bekannt: „Wir haben uns darauf geeinigt: Es wird in der Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2020 gezahlt werden und zwar ohne eine Begrenzung auf Quadratmeterzahlen.“ Und er kommentiert das Ergebnis: „Damit wird ein schneller Schub für den Wohnungsbau gemacht.“

Auch Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, findet, man habe eine gute Lösung gefunden: „Ich bin zufrieden damit.“ „Dass wir uns gestern auf das Baukindergeld einigen konnten, ist ein wesentlicher Punkt“, meinte ebenfalls Alexander Dobrindt, Chef der CSU-Landesgruppe, „denn wir haben ja auch gesehen, dass es im Detail immer schwierig ist.“

Damit die für den Bundeshaushalt vereinbarte Gesamtfördersumme beim Baukindergeld ausreicht, wurde also nun die Antragsfrist für die staatliche Unterstützung zeitlich bis Ende 2020 begrenzt. „So ist der Finanzrahmen zu halten“, zitiert das Politmagazin „stern“ die Experten rund um Finanzminister Scholz. Der Termin zur Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag ist allerdings noch offen.

Vorschlag: Wohnflächenobergrenze beim Baukindergeld

19. Juni 2018:

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fürchtet eine zu hohe Belastung des Staatsetats durch das Baukindergeld. Daher bringt er eine neue Einschränkung der Förderung ins Spiel, die im Koalitionsvertrag nicht festgehalten war. Wie aus dem Bereinigungsentwurf zum Bundeshaushalt vom 19. Juni hervorgeht, will der Minister das Baukindergeld von der Wohnfläche abhängig machen. „Die Wohnflächenobergrenze beträgt 120 Quadratmeter für Haushalte mit bis zu zwei Kindern“, lautet der Vorschlag. Pro weiteres Kind dürfen zehn Quadratmeter hinzukommen. Mit anderen Worten: Eine vierköpfige Familie, die sich eine Wohnung in der Innenstadt mit 119 Quadratmeter zulegen möchte, könnte in den Genuss des staatlichen Zuschusses kommen. Möchte sie hingegen ein Haus mit 121 oder mehr Quadratmetern auf dem Land bauen, ginge sie beim Baukindergeld leer aus.

Skepsis und Kritik an der geplanten Förderung

Anfang Juni 2018:

Das geplante Baukindergeld der großen Koalition stößt in Politik und Bevölkerung vielfach auf Skepsis und Kritik. Laut einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des Zentralen Immobilien-Ausschusses, die das Meinungsforschungsinstitut Civey in der Zeit vom 30. Mai bis 5. Juni durchgeführt hat, hat gut jeder Zweite Zweifel, dass das Baukindergeld den Bau oder Erwerb einer Immobilie attraktiver macht. Einige Experten der Wohnungsbaubranche befürchten, dass durch das Baukindergeld die Immobilienpreise insbesondere in den Ballungszentren steigen könnte. Bei der hohen Nachfrage nach Wohnungen in den Großstädten sei es nicht unwahrscheinlich, dass beim Immobilienkaufpreis der staatliche Zuschuss einfach draufgeschlagen werden könnte. Die FDP hält das Baukindergeld insgesamt für eine veraltete Subvention und plädiert stattdessen für eine Senkung der Grunderwerbssteuer.

Regierungsprojekt Baukindergeld

12. März 2018:

Die Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD unterzeichnen den Koalitionsvertrag, in dem das Baukindergeld als Regierungsprojekt festgehalten ist. Vorgesehen ist, dass Familien beim Kauf oder Bau einer Immobilie einen staatlichen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind und Jahr erhalten sollen, und zwar über einen Zeitraum von insgesamt zehn Jahren. Die Einführung ist in der ersten Jahreshälfte 2018 geplant und soll dann rückwirkend zum 1. Januar beantragt werden können.

Da die Förderung vor allem Familien aus der Mittelschicht zugutekommen sollte, hatte man sich auf eine Einkommensgrenze beim Baukindergeld geeinigt. Diese liegt bei 75.000 Euro zu versteuerndes Familieneinkommen plus 15.000 Euro pro Kind. Das bedeutet, dass eine vierköpfige Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von bis zu 105.000 Euro das Baukindergeld erhalten könnte.

Immobilienfinanzierung gut planen und kalkulieren

Tipp von DTW | Immobilienfinanzierung:

Solange das Baukindergeld noch nicht tatsächlich in einer konkreten Form eingeführt ist, sollten Bauherren und Immobilienkäufer bei ihrem Vorhaben in ihrer Kalkulationen der Immobilienfinanzierung nicht allzu sehr auf die geplante Förderung durch den Staat setzen. Es ist wenig sinnvoll, Lebens- und Familienplanung von den Unwägbarkeiten in der Politik abhängig zu machen.

Stattdessen sind eine sorgfältige Recherche und der Vergleich von verschiedenen Angeboten zur Immobilienfinanzierung zu empfehlen. Bei den derzeit immer noch sehr niedrigen Bauzinsen können Familien eine günstige Baufinanzierung finden, mit der sie sich in vielen Fällen den Traum vom Wohneigentum auch ohne das Baukindergeld erfüllen können. Und sollte es dann tatsächlich doch noch kommen und man es beantragen können, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. So könnte man mit ihm beispielsweise bei der bereits abgeschlossenen Immobilienfinanzierung durch Sondertilgungen das Baudarlehen schneller abzahlen. Mit den DTW-Baufinanzierungsrechnern wie etwa dem Haushaltsrechner oder dem Budgetrechner können Sie sich übrigens rasch ermitteln lassen, welchen Kaufpreis oder monatliche Ratenzahlung bei der Immobilienfinanzierung Sie sich leisten können.

Kostenlose & unverbindliche Anfrage zur Baufinanzierung

Unverbindliche Online-VoranfrageUnverbindliche Voranfrage

1. Rang in Ökotest1. Platz beim FMH-Award 20181. Platz beim FMH-Award 2018
Kostenlose & unverbindliche Online-Voranfrage
Die Baufinanzierungs-Berater von DTW | Immobilienfinanzierung erstellen Ihnen gerne einen persönlichen Finanzierungsvorschlag. Unser Service ist für Sie selbstverständlich völlig kostenlos & unverbindlich!
Die Baufinanzierungs-Berater von DTW | Immo­bilienfinanzierung erstellen Ihnen gerne einen persönlichen Finan­zie­rungs­vorschlag. Selbstverständlich völlig kostenlos & unverbindlich!
1. Angaben zur
    Finanzierung
2. Gewünschtes
    Darlehen
3. Weitere
    Angaben
1. Angaben zur Finanzierung
2. Gewünschtes Darlehen
3. Weitere Angaben

Ich bin mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einverstanden und stimme der Datenschutzerklärung sowie der Datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung von DTW | Immobilienfinanzierung zu.

Weiter zum nächsten SchrittWeiter
Online-Voranfrage absendenAbsenden
Zurück
Anfrage über TLS
sicher verschlüsselt